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Samstag, 25. November 2017

"Neuer Name - Neuer Fokus" oder auch: "Ich verabschiede mich vom Gel."

November 25, 2017


Hallo ihr Süßen,

es ist nun über 4 Wochen her, dass ich mal was hab von mir lesen lassen.

Dies ist natürlich zum einen dem Umstand geschuldet, dass ich aufgrund meiner Arbeit, der wichtigen Zeit mit meiner lieben Familie und den alltäglichen Pflichten nicht wirklich dazu gekommen bin, tiefgreifende und ausführliche Einträge zu verfassen. Im Instagram mal eben ein aktuelles Bild zu posten und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, ist nicht soooo aufwendig. Wenn ich Einträge für mein Blog verfasse ist es mir allerdings sehr wichtig, dies ausführlich zu tun und nicht einfach halbherzig was dahinzukrakeln, nur damit "Inhalte" entstehen. Insofern spielt der Faktor Zeit natürlich eine große Rolle. Heißt für euch aber auch: wenn es hier was Neues gibt, habe ich mir Zeit genommen, um euch sinnvollen und informativen Content zu bieten 💖

Gut, soviel dazu! Nun zu der Frage, was sich in den letzten 6 Wochen in meiner "Nagelwelt" so getan hat.

Der Ein oder Andere hat es vielleicht schon via Instagram mitbekommen - ich habe einen recht flotten und schnieken Namenswechsel aufs Parkett gelegt. Vor wenigen Tagen wurde nämlich aus "Mrs. Mimikrys Nailcorner" der kurze und schmerzlose "PinselRausch". Um das "Warum, Wieso, Weshalb?" soll es in meinem heutigen Blog-Post gehen.

Wie ihr wisst, habe ich vor gut einem Jahr angefangen, mich dem Thema Fingernägel zu widmen - den ausführlichen Bericht dazu findet ihr hier (klick). Es war mir zunächst wichtig, aus diesen kleinen brüchigen und eingerissenen "Platten" auf meinen Fingern erstmal halbwegs ansehnliche Nägel zu machen. Deshalb habe ich angefangen, mich mit der Gelmodellage als Naturnagelverstärkung zu beschäftigen und das auch gut 10 Monate praktiziert. Meine Technik wurde immer besser und die Ergebnisse wirklich ansehnlich. Doch einen Nachteil konnte ich irgendwie, egal wieviel Mühe ich mir gab, nicht ausmerzen: das Absplittern des Gels - vor Allem am freien Nagel und an den Seiten.

Mein Problem mit Gelmodellagen war schon immer, dass ich dicke Modellagen nicht schön fand. Ich hatte den (leider utopischen) Gedanken, dass es auch viiiiiel dünner gehen muss und kann. Eine "richtige" und dicke Gelmodellage hat, wenn sie richtig gemacht wird, eine Haltbarkeit von 3 Wochen +. Das heißt, die Modellage wird gefertigt und wächst im Idealfall einfach raus - ohne Liftings und ohne abzusplittern. Nach ca. 4 - 6 Wochen wäre es dann Zeit für den sogenannten Refill, also das Auffüllen des nachgewachsenen Naturnagels mit Gel, um einen sauberen Übergang ohne Rille zu schaffen.

Leider bin ich nie an diesen Punkt gekommen 😕 Ich hatte zwar keine Probleme mit Liftings und auch den ein oder anderen derben Stoß hat meine dünne Modellage in den ersten Tagen ausgehalten, aber spätestens nach 5 Tagen waren ein paar kleine Ecken am freien Nagel dann doch von Jetzt auf Gleich verschwunden - und das ohne irgendwo anzuecken. Die kleinen Gel-Buffen haben einfach "Ciao!" gesagt *Schweinerei*

Klar, ich hatte alle Utensilien, die ich zum Ausbessern oder Neugestalten brauchte zu Hause, aber irgendwann war es fast schon Routine, einmal wöchentlich die sehr dünne "Alt-"Modellage anzurauhen bzw. komplett abzutragen um sie dann auszubessern bzw. auf einzelnen Nägeln zu erneuern. 

Letztlich habe ich mich mit einigen Mädels in diveresen Foren und über Insta unterhalten - egal ob self-taught oder ausgebildete Profis. Umso mehr ich mich über die Erfahrungen austauschte, umso mehr wurde mir bewusst "Es liegt nicht an der Technik, es liegt nicht an den Produkten, es liegt alleine in der Tatsache, dass du von extrem dünn aufgetragenem Gel eine normale Haltbarkeit erwartest!" Und da liegt eben der Hase im Pfeffer - es geht eben einfach nicht! Sehr dünne Gelnägel bedeuten immer, das man Kompromisse in der Haltbarkeit machen muss. Wenn ich von "sehr dünn" rede, meine ich eine Dicke, die unter Scheckkarten-Höhe liegt! Also um das mal klar zu sagen: Gel ist eine wirklich feine Sache! Man kann damit prima die Nägel verstärken, sie schützen, schöne Nailart zaubern und viele weitere tolle Sachen - aber wer wirklich haltbare Gelnägel haben möchte, muss sich im klaren darüber sein, dass dann die Grenze des "wirklich" natürlichen Aussehens überschritten werden muss. Leider ist das ein Punkt, mit dem ich mich nicht anfreunden kann und möchte.

Ich möchte einfach, dass meine Nägel natürlich aussehen und nicht - wie auf dem Bild was mir mein lieber Mann einst schickte - als ob Jemand Erdnussschalen draufgeklebt hätte 😁

Und nun?! Alles hinschmeißen, abtragen und wieder back to the brittle roots? Auf gar keinen Fall! Wenn man hobbymäßig nagelt, hat man einen großen Vorteil - man schwooft durch Online-Shops und stolpert hier und da über Produkte, von denen man zwar schon gehört, sich aber noch nicht tiefer damit beschäftigt hat. So flogen mir im Laufe der Zeit immer wieder Begriffe wie "UV-Nagellacke", "CarbonColors", "Shellac" und "Soak-Off Gel" bzw. "Soak-Off Polish" um die Ohren.

Was CarbonColors betrifft, hatte ich bereits 5 Fläschchen im Bestand. Nämlich 2 farbige CarbonColors, einen Base Coat, einen Top Coat und einen UV-Top Sealing Pro. Letzteren hatte ich mir mal im Bundle mit Unicorn-Pigment Puder zugelegt, nach der ersten Anwendung dann aber (völlig zu Unrecht) wieder eingemottet. Einen vorhandenen Carbon Dual-Coat hatte ich vor einiger einer sehr guten Freundin abgetreten, damit sie auf abgesplitterten Gel-Nägeln "Erste-Hilfe" leisten kann.

Die farbigen UV-Lacke waren eh nie meins. Ich möchte was das Thema Farbe auf meinen Nägeln betrifft flexibel sein und greife daher in letzter Instanz - also in letzter Schicht - immer zu normalen Nagellacken. Sprich: drunter eine Verstärkung der Naturnägel, on top Farblack und ein normaler Top Coat als Schutz.

Nun stand ich vor der Problematik "Wie verstärke ich meine Naturnägel in einer halbwegs natürlichen Dicke mit entsprechender Haltbarkeit?" Fündig geworden bin ich dann eben im Sektor UV-Lacke. Laut vieler Firmen soll er die Vorteile eines Nagellacks (einfacher und schneller Auftrag) mit der Haltbarkeit von Gel verbinden. Kann das gehen? Ist das die Zauberformel?

Ich kann die Frage noch nicht abschließend beantworten, aber nach den ersten Feldversuchen ist hier bereits eine klare Tendenz zum "Ja" zu erkennen 😊

So habe ich also vor knapp einer Woche die gesamten Gelreste schonungslos mit meinem Fräser abgetragen. So sahen meine Naturnägel nach dem Entfernen des Gels dann aus:


Anschließend habe ich, wie gewohnt, die Nagelhaut entfernt und Primer aufgetragen. Im nächsten Step kam dann das erste Mal als "Grundsubstanz" ein UV-Lack zum Einsatz. In meinem Fall der Carbon Dual-Coat von German Dream Nails. Praktischerweise hatte ich mir bei meiner letzten Bestellung ein neues Lichthärtungsgerät geordert - nämlich ein LED UV Dual Gerät. UV-Lacke härten unter LED Licht im Schnitt innerhalb von 60 Sekunden aus - was eine Zeitersparnis von einer Minute ausmacht, im Gegensatz zu Gel unter einem normalen UV-Lichthärtungsgerät.

Also habe ich angefangen, mit dem Carbon Dual-Coat drauf loszupinseln. Was den Auftrag betrifft, versprechen die Hersteller schonmal nicht zuviel: einfach wie bei einem Lack! Zwar musste ich mich erstmal an die extrem dünne Konsistenz gewöhnen (im Gegensatz zu Gel ist der Dual-Coat übelst flüssig), aber nach Nagel Nummer 2 hatte ich den Dreh raus. Zweiter Vorteil: man kann alle 5 Nägel gleichzeitig machen und muss den Daumen, nicht wie beim Gel, gesondert aushärten.

Für 3 Schichten Carbon Dual-Coat und beide Hände habe ich mit dem LED-Gerät gerade mal 15 Minuten gebraucht. Kein Nachfeilen, kein Ausbessern, nix! 15 Minuten! Bei 3 Schichten Gel wäre das nichtmal die Aushärtungezeit gewesen - wenn man von einem normalen UV-Gerät und den einzeln zu härtenden Daumen ausgeht (dann wären wir schon bei 18 Minuten Zeitaufwand - und da habe ich noch kein Gel aufgetragen und noch nichts in Form gefeilt). Die Schwitzschicht habe ich nach dem Aushärten der einzelnen Schichten nicht entfernt, genau wie beim Gel.

Jedenfalls war dies dann mein Ergebnis nach 15 Minuten:


Am Anfang war es doch schon etwas ungewohnt - die Nägel fühlten sich zwar gestärkt, aber nicht ganz so "hart" wie sonst an. Ich habe zunächst bewusst auf Nagellack verzichtet, da ich erstmal schauen wollte, wie sich die ersten 2 Tage mit dem nackten UV-Lack entwickeln.

Die Nägel waren definitiv flexibler als mit Gel - was ich aber in diesem Fall als sehr positiv empfinde, denn: der UV-Lack biegt sich wie eine Gummischicht mit. Er schützt den Nagel auf die von Gel bekannte Weise, ist aber nicht so stur wenn es ums Anecken geht. Der ein oder andere Rempler mit Gelnäglen tat dann doch schon sehr weh - das habe ich bisher mit dem UV-Lack nicht verspürt, da sich der Nagel eben der Belastung anpasst.

Nach 2 Tagen mit nackten Nägeln wurde es dann Zeit für Farbe 😁 Ich habe meine ersten Essie-Lacke entjungfert 😍 Was den Nagellack betrifft, gibt es zeitnah einen gesonderten Post. An dieser Stelle möchte ich jedoch schon Folgendes anbringen: Nagellacke trocknen auf Gelnägeln schneller und halten sich auch länger. Beide positiven Eigenschaften konnte ich bisher auch auf dem UV-Lack verzeichnen. Ich habe den normalen Farblack aufgetragen, meinen Lieblings-Top-Coat drüber gepinselt und seit 4 Tagen hält alles wie Bolle! Keine abgeplatzen Ecken, keine eingerissenen Seiten, keine Tip-Wear!

Essie - play date (auf Mittel- und Ringfinger) und lilacism

Mein Zwischenfazit: ich habe den UV-Lack jetzt genausolange auf meinen Nägeln wie einst das Gel. Nach 6 Tagen hat sich noch nichtmal die minimalste Stelle verabschiedet. Selbst auf die Gefahr hin, dass dies noch eintritt, hat der UV-Lack bereits jetzt den Vorzug, dass er sich viel viel schneller verarbeiten lässt. Das heißt: selbst wenn mir in den nächsten 2 Tagen irgendwo was davon fliegt, habe ich trotzdem einen Vorteil - zwar nicht in Bezug auf die Haltbarkeit, jedoch auf die Zeitersparnis beim Auftrag.

Somit wird dies wohl meinen Ausstieg von der Gelmodellage bedeuten. Es war wirklich schön, ich habe mich mit vielen Dingen rund um das Thema Produktchemie, Anatomie und Technik auseinander gesetzt. Dieses Wissen zu haben, hilft mir sicherlich auch in einer gellosen Zukunft ungemein. Aber ich möchte es gern simpel halten. Denn weniger Zeit bei der Naturnagelverstärung und Ausbesserung von Modellagen bedeutet, dass ich mehr Zeit ins Lackieren investieren kann 😋

An dieser schließt sich dann auch der Kreis rund um meine Namensänderung. 

Als ich startete, wollte ich zum Einen eine Verbindung zu dem Namen meines privaten Instagram-Profils herstellen, als auch über die Vorgänge in meiner "Nagelecke" (also Gelmodellage, Techniken usw...) berichten. Allerdings hat sich über die Zeit herauskristallisiert, dass mich weniger das Gelen reizt, als viel mehr das farbige anpinseln. Mein Mann sagte es letztens so schön "Am Ende tust du nichts anderens, als Nägel zu tunen!" Damit hat er Nagel auf den Kopf getroffen! Ich liebe meine Lacksammlung, welche aktuell 160 Flaschen und mehr zählt. Ich liebe jede einzelne Farbe, ich liebe Stamping, ich liebe Gradients und kleine Akzente. Ich möchte mich nicht mehr ewig mit dem Vorgeplänkel der Naturnagelverstärung beschäftigen müssen, sondern möchte Zeit für das "Tuning" haben. Da ich bei eben Diesem regelmäßig in einen "Rausch" verfalle, egal ob beim Lacke kaufen oder pinseln, war der Geistesblitz eben "PinselRausch". Der Name bildet ab, was ich wirklich gern tue und vor Allem mit welcher Euphorie.

In diesem Sinne heiße ich euch herzlich Willkommen in meinem PinselRausch💘

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen zukünftiger Post zum Thema Nagellacke und beim Anschauen meiner kleinen Designs. Möge euch jedes Einzelne gefallen!😊

Eure Julia 💋

Freitag, 13. Oktober 2017

Review: SinfulColors - Punk Yourself - Hynotic Transforming Top Coats im Selbstversuch

Oktober 13, 2017

Hallo ihr Süßen 💘

ich hatte nun die ganze letzte Woche Urlaub und gestern war sozusagen "Experimentier-Tag" im Hause Mimikry.

Teil meiner Lackexperimente waren u. A. die Top Coats aus der "Punk yourself"-Reihe von SinfulColors, über die ich heute gern berichten möchte.

Ich bin auf Instagram auf die Lacke aufmerksam geworden, als ich über den Hashtag #fluidart4nails gestolpert bin. Dort hatte eine Userin den Effekt der Top Coats in einem Video veranschaulicht und ich hab sofort Herzchen in den Augen bekommen.

FluidArt soll auf den Nägeln den Eindruck erwecken, dass die Lacke ineinander „übergegangen“ bzw. „miteinander verschmolzen“ sind. Diesen Effekt erzielt man normalerweise, indem man Silikonspray benutzt. Es trennt den Lack quasi auf und wenn man mehrere Farben benutzt, entsteht ein wirklich verrückter Effekt. Da in meiner Nagelecke ohnehin schon viel Gematsche herrscht, wollte ich mir das mit dem Silikonspray ehrlich gesagt nicht auch noch antun und war deshalb begeistert, als ich von den Lacken erfuhr.

Leider gibt es diese Lacke von SinfulColors meines Wissens nach nicht auf dem deutschen Markt, deshalb habe ich Google bemüht und bin auf der US-Seite von Ebay fündig geworden. Ein Lack kostete rund 4 Dollar und die Versandkosten waren auch okay, weshalb ich mir gleich alle fünf Farben bestellt habe 🙈

Welche Farben gibt es?

Es gibt wie gesagt fünf verschiedene Farben nämlich:
- "Concrete Jungle" - ein dunkles Grau
- "Punk the Town" - ein dunkles Lila
- "Rebel Rebel" - ein tiefes Blau
- "Purpunk" - ein pastelliges Lila
- "Redrum" - ein tolles sattes rot

Wie funktionieren die Lacke und was verspricht der Hersteller?

Laut SinfulColors sollen die Top Coats auf den noch nassen Nagellack aufgetragen werden und schon vollzieht sich der Effekt von ganz alleine. Die Ergebnisse sind immer unterschiedlich, weshalb ein sehr individueller Look entsteht.

Ist das wirklich so einfach?

Vorweg gesagt: ja, die Lacke funktionieren, wenn man ein paar Tricks und Kniffe kennt.

Als die Top Coats eintrafen, habe ich mir natürlich sofort einen normalen Farblack und meine Stampingmatte geschnappt um zu testen ob und wie gut das Ganze funktioniert. Der erste Versuch war jedoch sehr ernüchternd. Ich habe auf einen schwarzen Essence-Lack eine dicke Schicht Top Coat der Farbe „Purpunk“ (einem hellen Lila) aufgetragen und es passierte so gut wie gar nichts! „Toll, das war ja mal wieder klar!“ dachte ich und legte die Flaschen erstmal angenervt beiseite.

Gestern dann, habe ich mich den Top Coats dann ausführlich widmen können und siehe da: es klappte!

Welche Technik und welcher Lack funktioniert mit den Top Coats am besten?

Was die Technik betrifft, habe ich folgende Geschütze aufgefahren:

1.      Reichlicher Tropfen Farblack, darauf ein Tropfen Top Coat und mit einem Stamper breit „quetschen“
2.      Großer Tropfen Farblack, darauf etwas Top Coat, ineinander verswirlen
3.      Mehrere Farblacke nebeneinander getropft, Top Coat drauf, die Matte gefaltet (wie bei Rorschach-Bildern) und die Lacke ineinander gedrückt
4.      Top Coat auf Swatchstick gepinselt und Farblack draufgepinselt
5.      Farblack auf Swatchstick gepinselt und Top Coat draufgepinselt

Technik 1 und 2 kann man sozusagen in die Tonne kloppen, das hat bei mir gar nicht funktioniert – zumindest ist der gewünschte Effekt ausgeblieben.
Technik Nummer 3 hat zwar funktioniert, aber die Verschwendung an Nagellack ist doch sehr enorm. Ausserdem muss man das fertige Endprodukt auf der Matte trocknen lassen um es als Decal verwenden zu können - soviel Zeit habe ich meistens nicht. Deshalb scheidet diese zwar funktionierende Technik für mich aus.

Technik 4 und 5 haben dann funktioniert und was mich am meisten erstaunt hat: der Effekt kam am auf den Swatchsticks bei bestimmten Lacken am besten zur Geltung, wenn ich den Top Coat als Base Coat benutzt habe – total crazy!

In seiner eigentlichen Funktion als Top Coat funktioniert er dann am besten, wenn nur eine gaaanz dünne Schicht aufgetragen wird. Zudem sollte man auch nicht wie beim Fullcover den Pinsel einfach über den Farblack nach oben ziehen, sondern den Top Coat eher „tupfenartig“ und mit ruckartigen Bewegungen auf den Farblack auftragen.

Ich habe verschiedene Nagellackmarken benutzt nämlich:

-          Essence „The Gel Nail Polish“ in verschiedenen Farben
-          P2 Color Victim Lacke
-          China Glaze Lacke
-          Catrice Lacke
-          Und diverse No-Name Lacke

Der Effekt hat sich auf allen Lacken eingestellt, jedoch hatte ich den Eindruck, dass es mit etwas zähflüssigeren und gut deckenden Farblacken besonders gut geklappt hat. Am geringsten war der Effekt auf den Lacken von China Glaze, am meisten Freude hatte ich bei der Nutzung der Essence-Lacke.

Da Bilder ja mehr als 1.000 Worte sagen, hier die Ergebnisse mit den SinfulColors Hypnotic Transforming Top Coats. Mein Fazit findet ihr im Anschluss an die Bilder:


Top Coat "Redrum" und "Purpunk" aufgetragen/dünn aufgetupft auf Essence "The Gel Nail Polish" #38 love is in the air

Minimaler Effekt: "Punk the Town" aufgetragen auf China Glaze # 876 Kiwi-Cool-Ada

Lackmix mit "Purpunk" und Technik Nummer 3 - schöner Effekt vs. große Schweinerei

Unterschied: Zuviel "Rebel Rebel" (blau) = kaum ein Effekt - wenig "Concrete Jungle" (grau) = schöner Effekt

Vier Top Coats aufgetragen auf einem grünen No-Name Lack

Think outside the box: den Top Coat als "Base" verwendet und dünn Essence "The Gel Polish" #46 black is back drüberlackiert

Swatchsticks im Vergleich

...und die für mich drei schönsten Ergebnisse

 Im letzten Bild:

das zweite v. l.: "Punk the Town" auf dem No-Name Lack - linke Häfte als Top Coat, rechte Hälfte als Base Coat. Funktioniert also Beides.

Mitte: "Redrum" als Base, darauf Essence "The Gel Nail Polish" #46 black is back

das zweite v. r.: "Purpunk" auf Essence "The Gel Nail Polish" #38 love is in the air.

Fazit 

Wenn man den Dreh einmal raus hat, macht es wirklich Spaß mit den Lacken zu arbeiten und das Ergebnis ist, wie vom Hersteller versprochen, jedes Mal anders. Ein komplette Mani würde ich mit den Top Coats persönlich nicht machen (ausser vielleicht zu Fasching), dafür ist der Effekt natürlich sehr "unruhig". Aber mal ein - drei Nägel damit zu highlighten, kann ich mir gut vorstellen. Spätestens bei meiner Halloween Mani kommt "Redrum" und schwarz zum Einsatz, in diese Kombi habe ich mich irgendwie schon ein bisschen verliebt 😍

Jedenfalls haben sich die zwei Wochen aufs Päckchen warten und die verhältnismäßig geringen Ausgaben gelohnt. Von mir gibts an dieser Stelle also eine Empfehlung.

Eure Julia 💋


Montag, 9. Oktober 2017

Ist das hier jetzt Werbung, oder was?!

Oktober 09, 2017
UPDATE (Stand 06/2018):

Der untenstehende Beitrag wurde im Oktober 2017 verfasst. Die Inhalte sind möglicherweise veraltet und sollten daher nicht als Referenz oder Anleitung genutzt werden!

Ich bin weder eine Juristin noch Rechtsanwältin und die aufgeführten Inhalte stellen weder eine Rechtsberatung dar noch ersetzen sie eine eben diese!

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Hallo ihr Lieben,

eigentlich hatte ich in meinem Urlaub Besseres vor, als meinen Senf zu den kürzlich erschienenen Kuriositäten auf Instagram dazuzugeben. Aber da mich solche Sätze wie "[Werbung - da Produktverlinkung]" oder "{Werbung - selbst gekauft}" irgendwie stutzig gemacht haben und ich sie mittlerweile auch echt nicht mehr sehen kann, habe ich mich vor einigen Tagen eindringlicher mit der Materie "Was ist Werbung und was nicht" befasst und möchte zu All dem etwas aus rechtlicher Sicht sagen und auch selbst gern Position beziehen. Nicht aus einer Schutzfunktion heraus und um potentiellen Ärger durch Abmahnungen etc...aus dem Weg zu gehen. Nein, in aller erster Linie möchte ich, dass IHR als meine Leser wisst, wie ihr meine Beiträge einzuordnen und somit zu werten habt.

Aber nochmal kurz auf Anfang

Ich habe vor wenigen Wochen diesen Blog und meinen Instagram-Nagelaccount ins Leben gerufen. In der Bloggerwelt bin ich noch absoluter Frischling aber mit dem Kolos "Instagram" bin ich seit knapp 3 Jahren durch meinen privaten Acoount bereits ganz gut vertraut. In diesem Acoount folge ich allerdings nur Freunden und keinen Firmen, Promis und so weiter.

Daher war ich etwas irritiert, als mir kurz nach der "Accounteröffnung" immer wieder Beitragsopener wie [Werbung - Markennennung] der von mir abonierten Nagelseiten um die Ohren oder besser gesagt Augen flogen. "Was ist denn hier los?", "Muss das so sein?!" oder aber "Das ist doch neu!" dachte ich immer so vor mich hin.

Nun gehöre ich zum einen zu der Gattung Mensch, die nicht gleich blindlings alles mitmacht was Andere machen und zum Anderen bin ich des googlens mächtig und liebe es, mich durch lange (Gesetzes)Texte zu wuseln. Bei meiner Recherche stieß ich zunächst auf den Fall einer Instagrammerin bzw. "Influencerin", welche es aus Sicht der Behörden versäumt hatte, einen Ihrer Posts auf Instgram korrekt als Werbung zu kennzeichnen. Dafür wurden sowohl die Influencerin als auch das Unternehmen zur Kasse gebeten.

Um den Wirbel zu verstehen, wäre es aber erstmal wichtig zu wissen, was Werbung denn eigentlich ist. Für Jeden verständlich ausgedrückt: Eine Firma gibt Jemanden Geld oder eine andere Gegenleistung dafür, dass der Jenige die Firma oder ein bestimmtes Produkt der Firma positiv erwähnt und somit zum Kauf animiert. Naja, eigentlich sollte ja Jedem bewusst sein, was Werbung ist, wir sind schließlich alle täglich davon umgeben.

Kritisch wird es jedoch dann, wenn Jemand Werbung betreibt, diese aber nicht als solche kennzeichnet. Der Gesetzgeber nennt dies dann "Schleichwerbung" und das ist eben strafbar. Warum? Weil laut Definition der Otto-Normal-Verbaucher einem Text, der keine Werbung ist mehr Vertrauen entgegenbringt und somit durch Schleichwerbung in seiner Wahrnehmung mutwillig getäuscht/ betrogen werden könnte.

Um eins ganz klar zu sagen: das Internet ist kein rechtsfreier Raum. D. h. wenn Jemand in seinem Blog, auf seinem Social Media Account oder wo auch immer Netz Werbung betreibt, muss diese für den Leser ganz deutlich als solche gekennzeichnet sein. Dass das nicht bei allen Bloggern oder Influencern der Fall ist, ist leider eine traurige Wahrheit, aber schwarze Schafe gibt es eben überall.

Klare Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Beiträgen / Empfehlungen

Putzig wurde es allerdings in dem Augenblick, als auch die weißen Schafe anfingen, Beiträge aus Angst als "Werbung" zu kennzeichnen, die gar keine Werbung sind. Klassischer Fall: ich kaufe mir einen Nagellack von Firma XY, ich finde den toll, lade ein Bild auf Instagram hoch und sage "Ich finde den Nagellack toll! Schöne Farbe, lässt sich super auftragen, trocknet schnell, klare Empfehlung"

Oder auch: Ich lade ein Bild von meinen jüngsten Käufen hoch, ohne großartig was über das Produkt zu berichten. Ich freue mich einfach nur, dass ich meinen Kaufrausch befriedigen konnte 😁

Ganz deutlich: DAS IST KEINE WERBUNG! Warum? Weil ich weder Geld oder eine sonstige Gegenleistung von der Firma für meinen Beitrag erhalte und auch nicht in einer geschäftlichen Absicht handle. Vergleichen kann man das mit einem Mädelsabend - Beispiel aus der Realität: Ich sitze mit meiner Freundin bei einem Glas Wein zusammen, sie erzählt mir von einer absolut tollen Mascara und aufgrund ihrer Empfehlung kaufe ich besagtes Produkt. Ist das Werbung? Nein, es ist eine Empfehlung aufgrund ihrer eigenen Erfahrung.

Genauso verhält es sich mit abertausenden von Posts im Netz. Es sind klassische Empfehlungen von anderen Verbrauchern. Was ihr mit den Infos anfangt, bleibt zunächst erstmal euch überlassen. Der eine rennt los und kauft sich das besagte Produkt weil er auch von den positiven Eigenschaften profitieren will, der Nächste nimmt es einfach zur Kenntnis. Gut, so läuft das eben.

Verwirrender Aspekt: Nennung bzw. Verlinkung der Marke

Der Aspekt, der schlussendlich für die große Verwirrung gesorgt hat, war der Punkt "Ich nenne die Firma/ die Marke und verlinke diese auch". Hier sind wir beim Stichwort "Affiliate Links".
Das sind Verlinkungen auf Seiten, wo ein Produkt direkt gekauft werden kann. Der Verfasser erhält für jeden Klick auf diesen Link einen kleinen Obolus. Der Gesetzgeber sagt, dass dies ein direkter Kaufanreiz ist und somit sind solche Links Werbung.

Wer hier genauer nachliest versteht, dass es keine Werbung ist, wenn ich eine Marke nenne - schließlich liegt es in der Natur der Sache, das "Kind beim Namen" zu nennen, wenn ich etwas empfehlen möchte. Die beste Empfehlung meiner Freundin hätte mir nichts genützt, wenn ich nicht wüsste von welcher Firma die Mascara ist und wie das Produkt genau heißt, oder?!

Und wie verhält es sich mit Verlinkungen zu anderen Instagram-Accounts? Klassisch werden diese Seiten mittels "@" in der Bildunterschrift oder den Kommentaren verlinkt. Aber kennt ihr eine Instagram Seite, auf welcher man Produkte DIREKT kaufen kann? Also ich nicht 😯 Klar, die Meisten haben in ihrer Bio einen Link zum eigenen Online-Shop aber diesen verlinke ich nicht als solches. Also: KEINE WERBUNG!

Wer nun immernoch skeptisch ist, bzw. gern eine handfeste und offizielle Quelle hätte, darf sich gern den entsprechenden Flyer unserer Medienanstalten ansehen (klick). Hier wird kurz und knackig nochmal alles erläutert, was sowohl für Blogger, Social Media Nutzer als auch interessierte Verbraucher wichtig ist. 😊

Wie stehe ich zu dem Thema Werbung?

Grundsätzlich finde ich es richtig und wichtig, Werbung als solche zu kennzeichnen, wenn es denn tatsächlich Werbung ist. Für mich als Verbraucher spielt es eine entscheidende Rolle, ob die Meinung die Jemand zu einem Produkt vertritt "echt" ist oder "gekauft" wurde. Und genau da liegt aktuell der Hase im Pfeffer. Wenn nun Jeder auf Instagram oder wo auch immer, aus Angst anfängt Beiträge als Werbung zu kennzeichnen, die gar keine sind, ist das für mich als Verbraucher extrem verwirrend. Da bringt es mir auch nichts, wenn kurz nach dem Schlagwort WERBUNG/ ANZEIGE die Wortgruppe "selbst gekauft" hinzugefügt wird. Das Ding ist nämlich, dass die Kennzeichung von Werbung direkt am Anfang des Textes erfolgen muss, d. h. das Wort "WERBUNG" ist das Erste was ich wahrnehme und dann lese ich meist gar nicht weiter. Weil ich mir eben denke "Mhhh, ob die Meinung dann noch objektiv ist?!" Das hat also nicht nur Folgen für mich als Verbraucher - weil mir eine eigentlich "echte" Meinung entgeht - sondern auch für den Beitragsverfasser, der fälschlicherweise den Stempel "nicht objektiv" bekommt.

Daher würde ich mir wünschen, dass alle die, die diese Wortkombi aus Angst momentan sehr inflationär verwenden, sich nicht der Hysterie anschließen, sondern sich mal genauer in die rechtliche Lage reinlesen. Das sollte es den Verfassern doch wohl Wert sein, oder? Schließlich nützt das nicht nur den Lesern, sondern auch den Verfassern selbst.

Für mich als Blogger und Instagram-User ist das Thema insofern nicht relevant, da ich quasi ein kleines frisches "Schlusslicht" am Bloggerhimmel bin. Ich habe so wenig Follower, dass sich Firmen nicht für mich interessieren. Um jedoch potentiellen Ärger aus dem Weg zu gehen, werde ich bei Produktempfehlungen am Ende eines Beitrages die Wortkombi [Produkte selbst gekauft] hinzufügen. 

Doch selbst wenn ich irgendwann mal etliche Follower mehr habe und Jemand Interesse am geschäftlichen Handeln zeigt: ich hab eh keine Lust auf diesen "Werbezug" aufzuspringen und bestimmte Marken oder Produkte anzupreisen. Dafür ist die Produktwelt im Nagelsegment einfach viel zu vielfältig, als das ich mich festlegen möchte. Wenn man ein Fläschchen Lack kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt bekommt ist das eine Sache, aber Kohle für Dauerlobeshymnen auf eine bestimmte Firma zu kassieren ist definitiv was Anderes. Mir ist es wichtig, ehrliche Inhalte zu bieten und frei von der Leber weg schreiben zu können. Denn das ist das, was auch ich von anderen Bloggern erwarte. 

Ich hoffe, der heutige Beitrag war sowohl für die Betroffenen als auch für die reinen Leser interessant und informativ. Falls ihr noch Grundlagen zum Thema benötigt: ich habe einige Links zu Rechtsgrundlagen gesammelt, die ich gern zur Verfügung stelle.

Eure Julia 💋

Dienstag, 3. Oktober 2017

Let`s talk about Gel, Baby!

Oktober 03, 2017

Hallo ihr Lieben,

heute soll es wie bereits versprochen um das Thema UV-Gele gehen...also genauer gesagt um das "Material" welches ich nutze, um meine Naturnägel zu verstärken.

Vor unserem kleinen Exkurs MUSS ich allerdings noch eine Sache anmerken: ich BIN die absolute Chemie-Niete! 😅 Die einzigen Dinge, die mir aus dem Chemieunterricht im Gedächtnis blieben sind H2SO4 (Schwefelsäure) und natürlich O2 sowie H2O...dann hört es aber auch schon auf. Ich war halt immer mehr sprachbegabt und die Kreative, mit Naturwissenschaften konnte man mich im Allgemeinen jagen.

Deshalb rümpfte ich bei meinem Selbststudium zum Thema Produktchemie auch erstmal gewaltig die Nase, als es in die "wissenschaftliche Tiefe" ging. Aber hey, wenn man sich für etwas begeistert, gehen selbst die gehassten Dinge locker flockig von der Hand 😉

Daher gibt es im Folgenden also ein bisschen Basic-Wissen zum Thema Gele - so laienhaft wie nur möglich.

1. Zusammensetzung von Gelen

- Harze:

Harze bilden die Grundlage eines jeden Gels. Sie sind in allererster Linie verantwortlich für die physikalischen Eigenschaften, die am Ende der Modellage auf dem Nagel herrschen, nämlich Härte und Flexibilität. Hart UND biegsam, hä? Ja, na klar! Jeder der schon einmal mit einem Nagel unglücklich gegen etwas gestoßen ist weiß: ein harter Nagel hält geringen Stößen stand, wird der "Schock" derber kann Flexibilität den Nagel vor dem endgültigen Brechen bewahren. Hier ein absolutes Non-Plus-Ultra zu finden ist so gut wie unmöglich, da man auf die plötzlichen Einwirkungen von außen kaum Einfluß hat. Mein Credo ist mittlerweile: wenn ich versuche meinen Nagel mit den anderen Fingern umzubiegen, sollte er sich nicht verformen, wenn ich irgendwo extrem dagegen stoße gibt er ein stückweit nach ohne gleich zu brechen. Damit fahre ich bis jetzt ganz gut 😊

- Initiatoren:

Das sind die Kumpels die dafür sorgen, dass eine chemische Reaktion angestoßen wird, sobald der entsprechende Katalysator (Auslöser) zum Einsatz kommt. Im Falle von UV-Gelen sind UV Strahlen (also Licht in einer bestimmten Wellenlänge) der Auslöser für die chemische Reaktion, welche am Ende ein Aushärten des Geles bewirkt. Ja, genau das ist eine Gelmodellage: eine chemische Reaktion auf unseren Fingernägeln. Manchmal halten liebe Freundinnen als "Versuchsmodelle" für meine Nailart her, aber denen die schwanger sind, würde ich nie mit Gel zu Leibe rücken - denn es ist und bleibt eben Chemie. Die Haare soll man während der Schwangerschaft ja auch nicht unbedingt färben - aber das nur als kleine Randbemerkung.

- Stabilisatoren:

Sorgen dafür, dass euer Gel nicht bereits im Tiegel aushärtet. Sie stabilisieren also die Konsistenz des Gels, bis der eigentliche Katalysator zum Einsatz kommt. Kleiner Tipp: macht eure Nailart NIE im Sommer im Garten an der frischen Luft - denn: die liebe Sonne macht eure offenen Gele im Tiegel knüppelhart (ist mir natürlich nicht passiert *pfeif*...) 😅 Meine Gele bewahre ich auch in meiner Nagelecke möglichst lichtgeschützt auf. Auch wenn die Tiegel ansich lichtundurchlässig sind, gehe ich lieber auf Nummer sicher und lasse sie in einer Schublade verschwinden. Vorteil: Einmal aufziehen und ich habe alles schön griffbereit, ohne lange wühlen zu müssen.

- Monomere:

Mono...was?! Naja, ihr alle habt Zugriff auf Wikipedia! Daher spielerisch für den Laien: Monomere sind sehr reaktionsfreudige Moleküle, die sich dank einer chemischen Reaktion in Polymere "verwandeln". Das "verwandeln" könnte man hier richtigerweise mit verketten ersetzen. Stellt euch einfach vor, dass ein Monomer ein kleiner niedlicher Ball ist. In einem Gel-Tiegel befinden sich einige Millionen (oder aber Milliarden?!) dieser kleinen Bälle. Sobald das UV-Licht auf sie trifft, reichen sich viele dieser kleinen Bälle die Hände und bilden eine feste Kette. Die feste Kette ist dann das Polymer. Die Aushärtung von Gelen nennt man daher auch Polymerisation.

- Farbstoffe:

Sorgen dafür, dass eure Nailart wie Einhornkotze oder anderweitig ansehnlich daherkommt...nunja, der Name sagt ja, was der Stoff tut - er färbt etwas ein 😛

2. Wieso das Gel (im Normalfall) auf dem Naturnagel haftet

- Chemische Haftung: 

Unsere Fingernägel bestehen unter anderem aus Keratin, welches sich auch auf der Oberseite des Nagles befindet. Die chemischen Bindungen im Keratin gehen wiederrum eine Bindung mit den in dem Gel vorhandenen Molekülen ein - beide Bindungen saugen sich quasi an einander fest. Damit das geschehen kann ist es wichtig, den Naturnagel zu entfetten, z. B. mit einem Buffer.

- Mechanische Haftung:

Mittels bestimmter Hilfsmittel wie z. B. Primer werden klitzekleine Vertiefungen in den Nägel geätzt, um so seine Oberflächenbeschaffenheit "aufzubrechen".  Dadurch kann sich das Gel besser mit dem Nagel verbinden.

3. Warum Gel auf Gel haftet

Im Punkt 1, Monomere, hatte ich ja das Beispiel mit den kleinen Bällen gebracht. Bei der chemischen Reaktion härten wie bereits beschrieben viele, aber eben nicht alle Bällchen aus. Die Bällchen, die die Hände noch nicht ausgestreckt haben, sind potentiell bereit für eine neue Runde. Kurz: es gibt Moleküle, die nach einem Durchgang UV-Strahlen noch nicht ausreagiert sind. Diese Moleküle haben dann die Chance, sich mit der nächsten Gelschicht die Hände zu reichen. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum man eine ausgehärtete Gelschicht nicht "abcleanern" sollte, wenn man vorhat noch eine weitere Schicht aufzutragen. Ihr würdet damit einen Teil der noch nicht ausreagierten Moleküle entfernen, was die Haftung beeinträchtigen KANN.

Cleanern also bitte nur, wenn ihr mit der Modellage fertig seid oder wenn ihr vorhabt zu feilen. Denn das wiederum öffnet die Struktur der vorherigen Gelschicht und macht sie "kontaktfreudiger"

4. Was ihr sonst noch wissen solltet

- Schrumpfung des Gels:

Was ihr bei jeder Modellage berücksichtigen solltet: ein geringer Teil des Gels verflüchtigt sich während der Reaktion und es findet eine sogenannte Schrumpfung statt. Genau deshalb sollte Gel nie allzu dünn aufgetragen werden, da sich dann im Aushärtungsprozess Kraterlandschaften bilden können. Dann sehen eure Nägel aus wie Oberschenkel mit Cellulite und das will man ja nicht. Lieber etwas mehr Gel und die ausgehärtete Modellage zurechtfeilen (danach aber bitte versiegeln!!!), als zu wenig Gel.

- Wärmeentwicklung:

Wärme während des Aushärtungsprozessen auf dem Nagel zu spüren KANN vorkommen. Ich rede hier allerdings von wohliger Wärme und nicht von Schmerzen - diese sollte man zu keinem Zeitpunkt haben, denn das ist das Signal für "uuups, da ist was schiefgelaufen!" Meistens wurde dann der Naturnagel zu sehr befeilt, oder der Naturnagel war bereits geschädigt. Den Naturnagel darf man nicht zu dünn befeilen, sondern vor der Modellage nur gaaaanz leicht anbuffern. Richtig kaputte oder kranke Nägel sollte man ohnehin NICHT mit Gel behandeln. Wenn der Naturnagel zu dünn ist, kann die Schrumpfung des Gels als Schmerz empfunden werden. Auch billige Gele, die zuviele lichtaktive Moleküle haben, können diesen Effekt begünstigen, da die Aushärtung zu schnell erfolgt. Allein schon deshalb kommen mir Billig-Gele nicht ins Haus!

- eine intakte UV-Lampe:

Wenn die Leuchtmittel in eurer Lampe nicht mehr 1a laufen, müssen diese ausgetauscht werden. Alte und defekte Leuchtmittel können ein under- oder overcuring zur Folge haben, d. h. eure Gele härten zu schnell, zu langsam oder nicht mehr vollständig aus. Ein Haltbarkeitsverlust der Modellage wäre hier die Folge.

- Haltbarkeit:

Wie viele andere Kosmetikprodukte, sind auch Gele (leider) nicht unbegrenzt haltbar. Auf den Verpackungen findet ihr mittels Symbol die Angabe, in welchem Zeitraum nach dem Öffnen ihr das Produkt sicher verwenden könnt. So sieht das Symbol aus:



Die Angabe der Zahl bezieht sich auf die Monate. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was passiert, wenn das Gel über diese Zeit hinaus verwendet wird, da noch keines meiner Gele "so alt geworden" ist. Bei Hautcremes weiß ich, dass sie anfangen "ranzig" zu werden. Im Bezug auf Gele könnte ich mir vorstellen, dass die Stabilisatoren ggf. irgendwann nicht mehr richtig wirken, sich die Konsistenz des Geles ändert und/ oder die Haftungseigenschaften leiden.

Im Ernstfall also lieber kleinere Tiegel kaufen, falls ihr die Produkte wirklich nur für euch privat benutzt und das Material dementsprechend langsam verbraucht wird.

**************************

So, ich denke das ist für den Anfang erstmal genug input zum Thema Basic-Wissen. Ich denke, dass ich diesen Post von Zeit zu Zeit aktualisieren und auch neue Punkt hinzufügen werde. Also bleibt einfach dran 💖 In meinem nächsten Post erzähle ich euch dann, welche Gele ich bisher ausprobiert habe und welche Produkte meine absoluten Lieblinge sind, selbst bei Problemnägeln.

Nun wünsche ich euch aber erstmal einen schönen Feiertag und eine stressfreie Woche.

Eure Julia 💋



Dienstag, 26. September 2017

Machs gut, Baustelle - hier ist sie: meine kleine feine Nagelecke!

September 26, 2017
Guten Tag ihr Süßen,

heute möchte ich ganz kurz und knackig die Ergebnisse meines Nagelecken-Umbaus präsentieren - tadaaaaa!

Am Ende unseres Flurs haben wir ein kleine Nische, in welche wir ursprünglich einen Arbeitsplatz für meinem Mann eingebaut hatten. Er sollte dort in Ruhe die Aufgaben für seine Ausbildung erledigen können. Die Nische war also zunächst vollgepflastert mit dem typischen Bürozeug. Einem Drucker, Stehsammlern, Schulbüchern, Laptop, Büromaterial usw...leider gibt es von diesem Zustand kein Vorherbild, da mir ja nicht klar war, in welche Richtung sich das Ganze mal entwickeln würde.

Jedenfalls habe ich anfangs mein Nagelzeug, welches zum Start noch bequem in zwei kleine Kartons passte, immer auf dem Küchentisch ausgebreitet und nach jeder Nagel-Action wieder fein säuberlich im Badezimmerschrank verstaut. Problem: irgendwann wurde der Platz im Bad zu knapp, da ja immer mehr dazu kam. An diesem Punkt war ich es dann auch irgendwie Leid, alles immer hin- und herschleppen zu müssen.

Da mein Mann ebenfalls lieber am Küchentisch seine Aufgaben macht, habe ich seinen eigentlichen Arbeitsplatz in der kleinen Flurnische irgendwann ganz dreist vereinnahmt 😋 Optisch bot sich zunächst ein chaotischer Anblick - eine Mischung aus Büro und Hobbyecke. Irgendwann gab mein Mann dann grünes Licht zur kompletten Übernahme der Ecke durch meine Accessoires, ein Guter 💕

Also habe ich ein paar neue Regalelemente gekauft, das System ausgebaut und alles so organisiert, dass die wichtigsten Dinge griffbereit sind. Die großen Geräte wie z.B. die UV-Lampe habe ich in den Tisch integriert, sodass ich immer genug Platz auf der Arbeitsfläche habe. UV-Gele und kleines Zubehör bewahre ich lichtgeschützt in der großen Schublade auf. Meine ganzen Nagellacke habe ich in Kisten einsortiert. Schlussendlich bin ich sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis, da es meinen Hobbybedürfnissen absolut gerecht wird.

Zwei Kleinigkeiten werde ich zeitnah noch anschaffen: einen Zellettenspender und eine Handyhalterung. Sobald meine Nailart-Skills auf einem salonfähigen Level sind, werde ich sicher das ein oder andere Video von meinen Werken machen - in der Hoffnung, dass es der großen weiten Welt auch gefällt 😊

Jetzt wo die Nagelecke fertig ist, kann ich endlich loslegen mit den wichtigen Sachen - nämlich euch ausführlich von meinen Produkterfahrungen berichten. Im nächsten Post gibt es dann auch endlich den Exkurs zum Thema UV-Gele, versprochen!

Bis dahin wünsche ich euch allen eine tolle und vor Allem stressfreie Woche.

Eure Julia 💋

Dienstag, 19. September 2017

"Naturnagelverstärkung aka. der ganz normale Wahnsinn" oder auch: "10 Anfängerfehler und wie ich daraus lernte"

September 19, 2017



Guten Abend, guten Abend liebe Gemeinde,

ich hoffe ihr Alle hattet einen tollen Start in die Woche und entspannt euch nun in guter Atmosphäre zu Hause auf der warmen Couch. Winter is coming...

Nun, in meinem heutigen Blog-Beitrag soll es um das Thema Modellage mit UV-Gel gehen bzw. um die Naturnagelverstärkung mit Gel. Vor Allem möchte ich euch aus meiner eigenen Erfahrung Anfängerfehler aufzeigen und nützliche Tipps abseits der bekannten Tutorials geben.

Das Netz ist voll von Anleitungen zum Thema Gel-Modellage. Sei es in Form von pdf Anleitungen auf den Seiten der Online-Shops wie German Dream Nails, You-Tube Videos von namenhaften Firmen wie Jolifin, YouTube Videos von Nageldesignern, Blogs, Social Media etc...

Diese Tutorials habe ich natürlich anfangs verschlungen, wollte ich doch alles richtig machen und mich am liebsten gleich "Nagel-Profi" nennen. Von dem Nagel-Profi bin ich sicher noch weit entfernt, aber durch viel üben üben üben innerhalb der letzten 9 Monate konnte ich meine Technik insoweit ausbauen, dass meine Modellage mittlerweile schweren Stößen trotzt, ich keine Probleme mehr mit Liftings habe, meine Nägel nicht mehr abbrechen und das Ganze für meinen Geschmack natürlich aussieht.

Ausgangssituation (den kompletten Bericht findet ihr in meinem ersten Eintrag):

Meine Nägel waren...
- ...abgekaut
- ...brüchig
- ...ständig am Einreißen
- ...defacto nicht vorhanden

Was ich wollte:

- natürlich aussehende, gepflegte und etwas längere Nägel.

Wie ich angefangen habe: 

Mit einem UV-Gel Starterset von Jolifin habe ich mit der Nagelmodellage angefangen. Zusätzlich zu diesem Set habe ich mir noch einen Propusher, Nagelöl, Nagelhautentferner und einen Staupinsel gekauft.

Bei meinem ersten Versuch hielt ich mich genau an die Anleitung, die ich bei German Dream Nails gefunden habe. Das heißt um überhaupt eine "ordentliche" Ausgangsbasis zu schaffen, habe ich eine Gelmodellage inkl. Tip-Verlängerung gefertigt. Ich muss sagen, dass ich kein Fan von French bin. Kein Mensch hat von Natur aus strahlend weiße Nagelspitzen, aber das ist nunmal Geschmackssache. Deswegen habe ich auf das French verzichtet und im letzten Step über meine fertige Modellage etwas Shimmer Top-Coat gepinselt. Vorteil: so konnte ich die kleinen Patzer meines ersten Versuches ein wenig kaschieren. In den ersten 3-4 Tagen war ich wirklich zufrieden mit meinem Werk, doch dann schlichen sich die ersten Tücken, allen voran Liftings, ein. Womit wir auch schon beim Thema wären:

Meine Anfängerfehler und die absoluten Don'ts vor, während und nach der Modellage:

1. Vorher die Hände nicht "wässern" oder eincremen:

Mit der Modellage solltet ihr nicht unbedingt starten, nachdem ihr ein Bad genommen oder abgewaschen habt. Hintergrund: ähnlich wie die Haut, die beim Baden schrumpelig wird, verhält es sich mit Fingernägeln. Die Beschaffenheit des Nagels ändert sich zwischenzeitlich und das kann den Halt sehr beeinträchtigen! Ich habe anfangs den Fehler gemacht und mir teils zwischen dein einzelnen Schritten die Hände gewaschen, da ich nicht jedes Körnchen Feilstaub mit dem Pinsel wegbekommen habe. Auch das sollte man eher unterlassen.

Ebenso sollten die Hände nicht unmittelbar vorher eingecremt werden. Creme auf Naturnagel = Fettschicht = Barriere = Gel haftet nicht ordentlich. Die Pflege sollte also nicht vor, sondern nach der Modellage stattfinden.

2. Nicht rauchen:

Ja, ich bin Raucherin. Es gibt nur wenige Momente in denen ich mich zügeln kann, keinen Glimmstengel anzubrennen. Aber während meiner zweistündigen "Nagelzeit" unterlasse ich es tunlichst! Wer frisch geraucht hat und an seinen Fingern schnuppert, kann Nikotinanhaftungen riechen. Selbige befinden sich nach dem Rauchen auf dem Naturnagel und können die Haftung von UV-Gel beeinträchtigen.

Seitdem ich meine Hände zwischen den verschiedenen Modellage-Schritten nicht mehr wasche und nicht mehr während der Modellage rauche, sind die Liftings erheblich zurückgegangen. Verbannen konnte ich sie dann letztendlich mit dem für mich richtigen Gel. Mehr dazu folgt im nächsten Beitrag 💁

3. Den Naturnagel ordentlich säubern und von Unebenheiten befreien:

Egal ob sichtbare oder unsichtbare Nagelhaut - diese muss vom Naturnagel restlos entfernt werden, bevor das Gel aufgetragen wird. Genauso verhält es sich mit Nagellack. Habt ihr noch Rückstände auf dem Naturnagel, hüpft das Lifting quasi schon winkend im Kreis. Also: Nagellack restlos entfernen. Nagelhautentferner und einen Propusher/ Nagelhautfräseraufsatz schnappen und der Nagelhaut zu Leibe rücken. Mit dem Nagelhautentferner löst ihr vor Allem die nicht sichtbare Nagelhaut, welche sich beim Herauswachsen des Nagels auf der Nagelplatte mit nach oben schiebt.

4. Hygienisch Säubern:

Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber BITTE BITTE säubert und desinfiziert euren Naturnagel vor dem Gelauftrag ordentlich! Das heißt, schnappt euch eine Zellette mit Cleaner oder Desinfektionsmittel und reibt für mehrere Sekunden über den Naturnagel. Dann lauft ihr auch nicht Gefahr, blöde Bakterien unter dem Gel einzuschließen welche u. A. Nagelpilz verursachen können.

5. Den Arbeitsplatz sauber halten:

Ich liebe unsere Katze, aber ihre Haare auf meinem Arbeitsplatz?! No way! Vor dem Nageln also alles ordentlich wischen. Falls ihr keine Staubabsaugung besitzt, legt euch ein leicht feuchtes Handtuch auf die Arbeitsfläche und tauscht dieses zur Not während der Modellage aus. Fusseln, Feilstaub und andere kleine Widerlinge im Gel oder auf dem Pinsel sehen nicht nur unschön aus sondern können auch das Ergebnis der Modellage beeinflussen. Für den Fall, dass ihr doch mal einen Fussel im Gel habt: macht keine Experimente wie rausziehen oder "rauspinseln". Entfernt das Gel vom Nagel mit Cleaner und fangt auf dem Nagel von Vorne an.  Soviel Zeit muss einfach sein 👆

6. Gel in der Nagelfalz/ auf der Nagelhaut vor dem Aushärten entfernen:

Gel, welches versehentlich in die Nagelfalz gelaufen ist bzw. auf die Nagelhaut aufgetragen wurde, muss vor dem Aushärten entfernt werden. Ich dachte mir am Anfang immer "Ach drauf gepfiffen, das feilst du weg...". Das ist keine so gute Idee, da erfahrungsgemäß eine unschöne "Wulst" entsteht, die zum Einen nicht schön aussieht und zum Anderen nicht optimal versiegelt werden kann. Also: nehmt euch die Zeit, schnappt euch ein Rosenholz- oder Hufstäbchen (oder hilfsweise einen Zahnstocher) und entfernt überschüssiges Gel auf Nagelhaut und Nagelfalz VOR dem Aushärten.

7. Gel nicht allzu dünn auftragen:

Ja, ich liiiiebe es natürlich (jedenfalls im Bezug auf die Modellage) und was ich absolut nicht will sind Schaufelräder an den Enden meiner Finger. Deshalb habe das Gel anfangs sehr dünn aufgetragen....zu dünn. Das Problem: Ein Teil des Geles verflüchtigt sicht beim Aushärten und die Gelschicht schrumpft daher. Wenn das Gel zu dünn aufgetragen wurde, können - nun nennen wir es mal - kleine "Löcher" im Gel entstehen. Vergleichbar ist das ganze am ehesten mit Orangenhaut 😆

Diese auszubessern ist schier unmöglich, da man beim buffern wahrscheinlich die gesamte zu dünne Schicht entfernt. Daher: lieber Kleckern statt Klotzen! Einen zu dicken Aufbau könnt ihr immernoch dünner feilen, einen zu dünnen Aubau "aufzufüllen" stell sich eher schwierig dar.

8. Schön Versiegeln/ Ummanteln:

Dass man die Nagelspitzen versiegeln muss, hatte ich vorher nicht explizit rauslesen können und habe es deshalb auch nicht gemacht. Grober Fehler, denn das begünstigt ebenfalls Liftings und sorgt dafür, dass euch die Modellage nach und nach abplatzt. Deshalb: die Seiten und Spitzen der Nägel immer ordentlich mit Gel ummanteln!

9. Nicht "Nachfeilen":

Klar, während der Modellage muss man mittels Buffer und Feile hier und da kleine Unebenheiten begradigen - keine Thema. Aber an einer fertigen und versiegelten Modellage sollte nicht mehr rumgefeilt werden. Damit wird die Versiegelung kaputt gemacht und Wasser, Luft und Schmutz können unter das Gel treten und somit zu Liftings führen. Also nehmt euch lieber die Zeit und feilt eure Modellage solange "glatt", bis ihr damit zufrieden seid 😘

10. Nicht Knaupeln, Piepeln oder wie auch immer ihr es nennt:

Meine neuen langen Nägel waren für mich am ersten Tag megaaa ungewohnt. Ständig hatte ich das Bedürfniss darauf rumzustreichen und mich daran zu erfreuen, wie glatt alles ist 😅 Das ist okay!

Was nicht okay ist: an ggf. auftretenden Liftings rumzupiepeln, an anfänglich nicht perfekt gefeitelten Kanten zu knaupeln oder am Schlimmsten: die frisch gefertigten Nägel direkt in Richtung Zähne zu bewegen.

Ihr habt Liftings? Okay, passiert. Nun heißt es: Ursache finden, das Lifting wegfeilen und Modellage auf dem jeweiligen Nagel neu anlegen. Knaupelt Liftings keinesfalls ab! Am Rand des Liftings ist das Gel sehr wahrscheinlich gut mit dem Naturnagel vebunden. Mit dem Gel könnt ihr potentiell Teile eures Naturnagels "abrupfen". Das kann zum Einen schmerzhaft sein und zum Anderen macht es euren Naturnagel zur Ratte. Also: NICHT KNAUPELN!!!

Ich habt einen Grat an eurem Nagel entdeckt? Auch das passiert. Feilt den Grat weg, buffert die Stelle etwas an und versiegelt den gesamten Nagel nochmal. Thema erledigt!

Ihr seid Nägelkauer und fallt nach der Modellage in alte Gewohnheiten zurück? Keine Schande, ging mir ganz genau so. Man merkt mit Gel auf den Nägeln natürlich, dass es schwieriger ist an den Nägeln zu kauen. Hier ist einfach Disziplin gefragt. Wenn euer Hirn sagt "Oh, Finger im Mund, der gehört da eigentlich nicht hin...", dann hört auf zu knabbern. Auch mir fällt es heute noch schwer, zugegeben. Gerade in stressigen Situationen ertappe ich mich manchmal dabei, wie die Hand in Richtung Zähne wandert. Aber ich höre rechtzeitig auf und beiße nicht mehr auf den Nägeln rum. Zum Einen weil es ecklig ist, zum Andern ist mir meine Zeit zu schade. Nämlich die Zeit, die ich geopfert habe, um eine schöne Modellage zu zaubern und die Zeit, die ich investieren müsste um meine Knubberei wieder auszubügeln. 


Was gibt es sonst noch zu sagen?

Nun, es gibt ein schönes Sprichwort: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!". Ich MUSSTE meine Nägel anfangs jedes Wochenende neu machen, weil ich Liftings hatte und ich mit meiner Technik nicht zufrieden war. Mittlerweile, nach nun fast 10 Monaten, würde es theoretisch reichen, wenn ich meine Nägel alle 3 Wochen auffülle um den Übergang zwischen Gel und Naturnagel zu kaschieren. Ich habe viele Gele probiert, meine Technik geändert, bin geduldiger geworden und habe mir mehr Zubehör zugelegt, welches mir mein Hobby um Einiges erleichtert.

Solltet ihr am Anfang eurer "Nagelkarriere" stehen und auf Probleme stoßen: Macht euch nichts draus und vor Allem: GEBT NICHT AUF !!! Ihr werdet sehen, irgendwann seid ihr an einem Punkt, an dem euch das Nageln Spaß macht, weil sich die gewünschten Ergebnisse einstellen.

Außerdem ist es ein Hobby, was im "laufenden Betrieb" nicht viel kostet. Einmal ein Starterset und wenig Zubehör auf dem Tisch, kommt der Rest relativ schleichend hinzu. Im monatlichen Unterhalt kostet mich mein Hobby um die 20,- €. Finde ich durchaus okay! 🙈

Ich hoffe, ich konnte der Ein oder Anderen von euch mit meinen Ausführungen ein bisschen weiterhelfen. Bei Fragen nutzt einfach die Kommentarfunktion oder schreibt mir eine E-Mail.

In meinem nächsten Post werde ich euch ein bisschen mehr zum Thema Gele erzählen und welche Produkte ich für meine Naturnagelverstärkung und somit Basis meiner Nailart nutze.



Eins davon seht ihr bereits oben im Bild, nämlich den "Jolifin Special Edition 4plus Ultra Strong Builder rosé". Für die Naturnagelverstärkung mein absoluter Liebling. Warum, wieso, weshalb erzähle ich euch im Laufe dieser Woche.

In diesem Sinne - keep on Pinseling.

 Eure Julia💋

Samstag, 16. September 2017

"Ich bastel mir mein Farbspektrum" oder auch: Warum Lacke nicht gleich Lacke sind

September 16, 2017

UPDATE 07/218:

Mittlerweile besitze ich mehr als 300 Lacke. Darunter vor Allem viele essie-Lacke und einige Indie-Lacke wie z. B. Masura, Bow Polish, Born Pretty, Femme Fatale etc... Preislich bewegen sich diese Lacke in einem Rahmen von 7 € - 14 € pro Fläschchen - also doch ein entsprechender Unterschied zu den typischen Drogerielacken. An meiner Meinung, dass ein Lack nicht unbedingt teuer sein muss um gut zu sein, hat sich bisher nichts geändert. Es ist viel mehr der Fakt, dass man individuelle und optisch besondere Nagellacke wie beispielsweise ECHTE Holos, Multichrome- oder Magnetlacke eben einfach nicht in der örtlichen Drogerie findet. Zwar gibt es immer mal LEs, aber von einer ordentlichen Vielfalt kann man dann leider auch nicht sprechen. Mein Fazit als Nagellacksuchti lautet also mittlerweile: "Wer zwischendurch einfach mal unifarben lackieren oder kleinere Nailart machen will, ist mit dem Drogerieangebot wirklich gut bedient. Wer allerdings etwas wirklich Besonderes möchte, sollte sich mit den unendlichen Weiten des Indielack-Universums vertraut machen." 🤗************************

Freitagabend, eine Spätschichtwoche liegt hinter mir und wie üblich habe ich nur knapp 70 % der Dinge geschafft, die ich mir für diese Woche vorgenommen hatte. Aber das ich mir zuviel vornehme ist ansich keine Schlagzeile, sondern der Name der Zeitung. Zwischen Vollzeitjob und Familie gibt es eben auch noch Wichtigeres, als ständig irgendwelchen Pflichten hinterherzujagen. So zum Beispiel treffe mich mich jeden Donnerstag mit einer lieben Freundin und genieße die Auszeit inmitten guter Konversationen und dem ein oder anderen Gläschen Wein 💖. Neben diesem einen festen Ritual habe ich sonst aller zwei Wochen meist den Freitagabend der Nägelbearbeitung gewidmet.

Das Problem dabei: sich nur aller zwei Wochen die Nägel zu machen (also Gel auffüllen, schöne Nailart drüber basteln etc...) ist zwar für die eigenen Pfötchen völlig aussreichend, bietet aber nichtmal im Ansatz die Möglichkeit alle Ideen und Inspiration umzusetzen, die ich Dank Instagram täglich aufsauge. "Boah, sieht das gut aus, das machst du als Nächstes!", denke ich mir ungefähr 5 mal am Tag. Die Problematik erschließt sich aus der bekannten Tatsache, dass der Mensch normalerweise nur 10 Finger hat. Tja, dumm gelaufen, dann verzichte ich eben aufs rumprobieren! Ähm...Stop...NEIN?! Da muss eine andere Möglichkeit her und genau nach solch einer Option habe ich letztes Wochenende im www geschaut. Nailsticks schienen mir für meine Anfängerbedürfnisse erstmal die richtige Wahl zu sein, weshalb ich dank Ebay am Mittwoch 200 Stück für einen recht schmalen Taler in den Händen hielt 😁

63 von den 200 Stück habe ich heute erstmal verballert, um mir eine Übersicht über mein aktuelles Repertoire von Nagellacken und UV-Farbgelen/ Carbon Colors zu verschaffen. Positiver Nebeneffekt: das Auftragen konnte ich gleich etwas länger am Stück üben. Ich habe mich bisher nicht so richtig getraut, schön weit an die Nagelhaut ranzugehen und für meinen Geschmack war da immer noch etwas zuviel Luft. Jetzt bin ich wohl auch darin fit, schätze ich 😄💪

Ich bin eine absolute Verfechterin des Mottos "Wer nur für Kieselsteine bezahlt, kann auch keine Diamanten erwarten.". Im Bezug auf das Thema Nagellacke trifft das allerdings nur bedingt zu. Um das genauer zu erklären, wäre es erstmal wichtig zu definieren was ich als hobbymäßiger Endverbraucher überhaut von einem Nagellack erwarte:

Zunächst mal erwarte ich, dass ein Nagellack spätestens nach der zweiten Schicht ordentlich deckt und die durch das Fläschchen ersichtliche Farbe auch dem tatsächlichen Ergebnis auf dem Nagel entspricht. Bei mehr als zwei Schichten hat der Lack erfahrungsgemäß Probleme, ordentlich durchzutrocknen - die Ein oder Andere von euch kennt das sicherlich. Ferner erwarte ich, dass der Auftrag problemfrei möglich ist d. h. dass der Lack keine hässlichen Schlieren zieht und das Pinselchen so gearbeitet ist, dass ich halbwegs ergonomisch an den Rand der Nagelhaut fahren kann ohne meine Hände ständig verdrehen zu müssen. Die Haltbarkeit ist nochmal ein Thema, auf welches ich aber weiter unten nochmal genauer eingehe.

Da ich quasi auf dem Dorf wohne, ist die Auswahl an umliegenden Drogeriemärkten etwas rar und deren Sortiment auch ziemlich abgespeckt (was wohl auch der Grund dafür ist, dass ich nur gut 60 Lacke besitze...). Bevor ich etwas kaufe, möchte ich es "testen" können. Daher befinden sich in meinem Lack-Sortiment vorallem Lacke von:

- Essence,
- der Rossmann Marke Rival de Loop Young,
- etwas Trend it Up und P2 von dm Drogeriemarkt
- Maybelline
- sowie ein paar Flaschen von Catrice Cosmetics.

Als es mich mal überkam, habe ich mir mehrere Fläschchen
- China Glaze über Amazon bestellt und die
- Born Pretty Stamping Lacke haben bei mir Einzug gehalten.

Im "Nippes-Laden" einen Ort weiter habe ich Letztens auch das ein oder andere "no name" Fläschchen gekauft. Namenhafte Lacke wie die von Essie oder Sally Hansen habe ich leider noch nicht in Bestand.

Jedefalls war dann heute der Tag, an dem ich alle Lacke unmittelbar vergleichen konnte, als ich sie nacheinander auf die Nailsticks auftrug. Eins vorweg: mein absoluter Favorit im Bezug auf Preis-Leistung bilden momentan mit ganz großen Abstand die Lack von Essence aus der "The Gel Polish" Serie. Sie sind mein Platz 1.

Besonders hervorzuheben ist der vergleichsweise kleine Preis - im Schnitt um die 2,- € oder weniger - durch den der Lack für wirklich Jeden erschwinglich ist. Ausserdem finde ich es ungemein praktisch, dass die Verschlüsse der Fläschen in der jeweiligen Lackfarbe daher kommen. Da ich meine Lacke in einer Kiste aufbewahre, habe ich ohne weitere Hilfsmittel mit einem Griff gleich den richtigen Lack zur Hand 👍 Bereits nach der ersten Schicht, erzielt man ein echt tolles Ergebnis, die zweite Schicht ist dann nur noch für den "Feinschliff" nötig. Die Viskosität des Lackes würde ich im Mittelfeld einordnen - eigentlich mag ich es dünner, aber dadurch würde bei dieser Serie wahrscheinlich die Deckkraft leiden. Schlieren zieht er, außer bei der Farbe Weiß, absolut keine und das Pinselchen ist für mich nahezu optimal!

Den Platz 2 teilen sich die Lacke von Trend it Up und Maybelline. Das Ergebnis ist bei Beiden nach der zweiten Schicht echt super. Der Auftrag der Trend it Up Lacke ist geringfügig weniger einfach als der der Essence-Lacke und die Fläschchen von Maybelline sind ein klitzekleines bisschen teurer. Aber trotzdem sind beide aus meiner Sicht absolut empfehlenswert!!!

Catrice landet auf meinem Platz 3. Die Viskosität ist echt toll, allerdings ist mir das Pinselchen etwas zu breit (vielleicht auch Geschmackssache) und vorallem bei den Flip Flop/ Holo-Lacken fehlt es mir etwas an Deckkraft. Hier müsste man wohl 3 Schichten für ein tolles Ergebnis auftragen und das ist mir eben eine Schicht zuviel.

Nun zu China Glaze...sorry, aber ich habe zu keinem Moment eine Rechtfertigung für den hohen Preis gefunden! Ja, die Lacke sind vielfältig, lassen sich gut auftragen und decken trotz ihrer recht dünnen Konsistenz bereits mit der zweiten Schicht. Aber ist mir das 7,- € pro Flasche und aufwärts Wert? Nicht so ganz, denn das schaffe ich mit anderen günstigeren Lacken auch. Den krassesten Vergleich hatte ich dann heute mit einem No-Name Lack und einem von China Glaze. Beide im gleichen Farbton, nämlich grün und beide eine ähnliche Viskosität . Der eine Lack kostete mich 1,- € (Hammer!) und der von China Glaze gut 8,- €...und ich konnte bis auf eine minimale Farbaweichung keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Soviel zum Thema Kieselsteine und Diamanten...

Die Lacke von Rival de Loop Young - nun, sie sind halt da. Die Pinselchen haben eine gute Form, aber an der Deckkraft könnte noch gearbeitet werden. Wobei es hier offenbar auf die Serie ankommt. Ich habe 3 kleine Fläschen aus der Colour Express Serie, die ich leider unter Ulk verbuche. Nach der zweiten Schicht ist das Ergebnis völlig unbrauchbar und ungleichmäßig. Der Lack aus der Matt Look Serie hingegen war durchaus in Ordnung. Nicht so gut wie die Trend it Up Lacke der Velvet Sensation Serie, aber verwenden kann man ihn schon.

Was Stamping Lacke betrifft habe ich leider noch keinen Vergleich, da ich nur die Born Pretty Lacke besitze. Aber diese tun was sie sollen und ich als Stamping-Noob brauchte nicht viel rumprobieren um ein tolles Ergebnis zu haben. 😉

Thema Haltbarkeit: meine Naturnägel sind mit Gel verstärkt (zum Thema Gele werde ich zeitnah einen eigenen Post verfassen). Mir ist aufgefallen, dass Nagellacke egal welcher Marke auf Gel-Nägeln viel besser halten. Über den einfachen Nagellack trage ich dann noch eine dünne Schicht Top Coat aus der "The Gel Polish"-Serie von Essence auf. Was soll ich sagen?! Hält für Nagellack bombastisch! Ich bin eine Bürostuhlakrobatin und klimper jeden Tag 8 Stunden auf die Tastatur ein. Trotzdem habe ich auch nach 7 Tagen noch nichteinmal tip wear. Erst in Woche zwei fängt es dann an den Spitzen an sich abzunutzen. Aber richtige "Platzer" wie früher auf den reinen Naturnägeln habe ich nun nicht mehr. Deshalb reicht es auch aus, wenn ich meine Nägel eben nur alle zwei Wochen bepinsel 💅

Nun, ich hoffe dass dieser kleine Exkurs in meine heutige "Lack-Erfahrung" die Ein oder Andere da draussen etwas begeistern konnte ✌

Aber nun genug zu meinen Erfahrungen...wie sieht es bei euch aus? Geht es euch ähnlich oder sagt ihr "no way, mir gehts ganz anders!" Bitte lasst euch in den Kommentaren aus, teilt eure Erfahrungen mit, stellt Fragen und weiß der Geier was. Interaktivität ist schließlich was Feines 😉

Startet gut ins Wochenende - Eure Julia 💋

Freitag, 15. September 2017

Hippie Shit F**k - darum liebe ich Mandalas

September 15, 2017
Mandalas - ja ja, ich weiß, Einige von euch rollen jetzt massiv die Augen, fühlen sie sich doch an die 5. Klasse Ethikunterricht erinnert (sorry für alle die, die dummerweise Religion gewählt haben 😋).

Lehrerin kam, knallte ein A4-Blatt auf den Tisch und es tönte in militaristischer Manier "AUSMALEN!" JAWOLL, Obergefreite Ethiktante! Trotz dieser Erinnerungen habe ich mein positives Denken gegenüber Mandalas nicht aufgegeben, ziert mich doch mittlerweile eins relativ offensichtlich auf meinem Oberarm.

Das Mandala ist eigentlich eine Bezeichnung aus dem Sanskrit und bedeutet frei übersetzt zunächst erstmal soviel wie "Rundung" oder "Kreis" und besitzt eine teils magische als auch religiöse Bedeutung. Im Hinduismus dient es meist einer universellen Veranschaulichung von relativ komplexen religiösen Zusammenhängen. Indien fasziniert mich im Allgemeinen und hat mich menschlich sehr geprägt, weshalb ich mich sehr lange und intensiv mit dem Hinduismus und vor Allem seiner Symbolik auseinander gesetzt habe.

Daher fiel es mir auch nicht schwer zuzuschlagen, als Born Pretty die Mandala Stamping Plates rausgehaun hat. Ich selber besitze aktuell nur die BP-L052, der Rest ist gerade auf dem Weg zu mir - dauert halt immer etwas länger über den halben Globus, aber das ist es mir Wert!

Zu den Born Pretty Plates kann ich nur eins sagen: absolut empfehlenswert! Ich mag es ausgefallen und Anti 0815 - und das sind sie allemal. Den passenden Stamping Lack habe ich mir bei meiner ersten Bestellung gleich dazu geordert und ich wurde nicht enttäuscht. Der Lack lässt sich auf der Platte gut verarbeiten, schmiert nicht und trocknet nicht zu schnell. Ich habe als Anfänger ein echt schönes Stamping-Ergebnis erzielt und war sehr zufrieden.

Hier meine Nailart mit der im Text genannten Platte, Lack = Essence "The Gel Polish" bzw. Born Pretty Stamping Lack:


Und hier - ein wenig off-topic, ein Bild meines Ärmchens. Das Kunstwerk stammt von Patrick Hüttlinger / Sakrosankt - bin auch nach Jahren immernoch sooo verliebt in dieses Tattoo 😍


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