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Motivation

Bereits vor vielen vielen Jahren - ich glaube irgendwann in 2008 - habe ich damit angefangen, Modeschmuck mit Cabochons und Bildchen für mich privat und als Geschenke zu basteln. Ansich hat mir das Ganze echt Spaß gemacht. Doch wie so oft im Leben, verbringt man seine Zeit lieber mit Pflichterfüllung, als mit den Dingen die einen wirklich glücklich machen - was echt ziemlich schade ist! Deshalb ist die Schmuckbastelei aufgrund von Zeitmangel leider im Laufe der Jahre eingeschlafen. Lange fristeten meine ungenutzten Schmuckrohlinge ein trauriges Dasein in Kisten - ja, ich habe oft daran gedacht, aber den Gedanken dann schnell wieder verworfen, weil man ja "ach soviele andere Dinge zu hat".

Doch dann kam der Tag X, genauer gesagt der 05. Dezember 2017, an welchem ich auf dem Weg zur Arbeit einen nicht selbst verschuldeten Autounfall hatte. Es war einer dieser Momente im Leben, in denen man alles überdenkt. Sein Tun und Handeln und vor Allem den Sinn dahinter reflektiert. Mein lieber Ehemann hat es mal recht drastisch formuliert: "Wenn bei dem Unfall das Schlimmste passiert wäre, würde eher Workaholic auf deinem Grabstein stehen..." Auweh - so hart wie diese Worte waren, so ehrlich und treffend waren sie aber auch. Ich habe mich erstmal meiner Genesung widmen müssen und habe in dieser Zeit angefangen Dinge zu tun, die ich schon lange mal tun wollte. Dinge die mich eben glücklich machen.

Zum damaligen Zeitpunkt war das Thema Nageldesign seit längerer Zeit mein Hobby und die Ergebnisse habe ich immer gern über Instagram geteilt. Doch leider blieb mir auch dafür zu wenig Zeit, als dass es ein echter Ausgleich hätte sein können. Irgendwie wollte ich "was machen" - etwas was bleibt und zwar nicht nur auf Bildern, wenn der Nagellackentferner es schon lange wieder weggewischt hat.

Das war der Moment, in dem mir meine eingemotteten Schmuckkistchen wieder in den Sinn kamen. Aufgrund einer Inspiration auf YouTube, habe ich diese Kisten Ende 2017 dann endlich aus der Versenkung geholt. In der einen Hand Schmuckrohlinge, in den Regalen hinter mir über 200 Nagellacke - dass dies eine gute Kombination ist, sollte sich in den folgenden Wochen beweisen.

Die Idee, Modeschmuck und Nagellack zu verbinden ist nicht neu, das weiß ich und ich kann mich leider nicht mit einer einzigartigen Idee rühmen - wie zum Beispiel der Typ, der die Poolnudel erfunden hat 😁 Aber: auch beim Schmuckbasteln mit Nagellack gibt es unendlich viele Möglichkeiten, egal ob es um Form, Farbe oder Technik geht. Also habe ich, wie bei meinen Nägeln damals auch, einfach angefangen drauf loszupinseln. Schnell stellte ich zwei Dinge fest:

1. Die Ergebnisse haben mir selber gefallen - sehr gut sogar!
2. Das Basteln entspannt mich.

Da war er also, dieser Ausgleich, dieses "etwas tun", was einen glücklich und zufrieden macht. Prinzipiell könnte man sagen, dass das Schmuckbasteln in den ersten Wochen fast eine Art Ergotherapie für mich war. Irgendwann kamen Fragen auf wie: "Was machst du damit?", "Soll das weitergehen?", "Wenn ja, wie?" Die Entscheidung war relativ schnell getroffen, als ich immer mehr positive Resonanzen aus meinem näheren Umfeld zu meinen kleinen Schmuckstücken bekommen habe. Ausserdem hatte ich zwischenzeitlich soviele Stücke fertig, dass die Sammlung definitiv über den "Eigenbedarf" hinausgeht - obwohl ich jedes einzelne Stück echt toll finde und auch selber tragen würde. Also habe ich mich entschlossen, meine fertigen Werke zum Verkauf anbieten zu wollen.

Wir haben hier also den klassischen Fall von "Do what makes you happy!" 💓

Wo wir auch gleich beim nächsten Punkt wären: es ist mein Hobby, mein Ausgleich und macht mich glücklich. Es soll keine unliebsame Pflicht beziehungsweise ein Geldbaum sein oder werden. Deshalb habe ich mir auf die Fahnen geschrieben, meinen Schmuck zu (wirklich) fairen Preisen anzubieten - die aktuelle Preispolitik bewegt sich bei unter 10 €. Ich möchte einfach, dass wenn Jemand ein Schmuckstück von mir sieht und es ihr/ ihm gefällt, sie/ er es kaufen kann ohne dabei arm zu werden. Viel wichtiger ist mir, dass ich die Freude, die ich beim Schaffensprozess hatte und die positive Grundstimmung die hinter meinem Tun steht, weitergeben kann. Wenn sich dann noch Jemand an einem meiner kleinen Schmuckunikate erfreuen kann, ist das (fast) schon Lohn genug - okay...ist kapitalistisch gesehen sicher der falsche Ansatz, aber das ist mir ziemlich egal 😉 Zumal es eben auch Modeschmuck ist, da sollte man doch die Kirche im Dorf lassen.

Und wie ist der aktuelle Sachstand?

In der Zeit nach meinem Unfall hatte ich zu Hause mehr als genug Zeit, ein Nebengewerbe anzumelden, den Schmuck zu fertigen, zu fotografieren, Produkttexte zu schreiben und bei Etsy einzustellen. Als ich dann im Herbst 2018 genesen und wieder in den Vollzeitarbeitsplatz zurückkehrte, war die gewonnene Zeit leider erstmal wieder futsch. Das Basteln blieb leider auf der Strecke und meine ganzen liebevoll gestalteten Schmuckstücke blieben wiedermal in Kisten. Bis...

...meine liebe Nachbarin ein kleines Lädchen, die Seifentruhe auf ihrem Grundstück eröffnete. In diesem verkauft sie wundervolle Seifen, lecker duftende Kerzen und einige DIY-Stücke von andern lieben Menschen aus unserer Region. Eines schönen Sommerabends im Jahr 2019 fragte ich sie, ob sie ein paar Quadratzentimeter Platz für meine kleinen Schmuckstücke in ihrem Laden hätte. Wir wurden uns einig, aber leider fehlte mir immernoch schlichtweg die Zeit, alles umzusetzen und voranzutreiben.

Anfang des Jahres habe ich, auch aufgrund der gesundheitlichen Folgen des Unfalls, beschlossen zukünftig in Teilzeit zu arbeiten um einen besseren Ausgleich im Leben zu haben. Neben einem minimalistischerem und naturnahen, umweltbewussten Lebensstil, habe ich mir mein Projekt "PinselRausch" als festes Ziel vorgenommen. Ja, es wird noch ein wenig Zeit vergehen, bis ich wirklich wieder durchstraten kann - aber wie sagt man so schön? Gut Ding will Weile haben.

Einen Online-Shop im herkömmlichen Sinne wird es nicht geben und auch der Vertrieb über Etsy wird nicht mehr ausgebaut. Warum? Weil all das mit Kosten verbunden ist - Kosten, die ich auf meine Schmuckstücke umlegen und dir, dem Käufer, am Ende auf den Kaufpreis draufrechnen müsste. Das möchte ich einfach nicht. 

Und wie geht es weiter?

Ich lade dich herzlich ein, in den nächsten Wochen immer hier vorbeizuschauen. Ab einem bestimmten Datum, welches noch bekannt gegeben wird, sind meine Schmuckstücke wieder auf Anfrage per E-Mail oder exklusiv in der Seifentruhe Bad Klosterlausnitz erhältlich.


Eure Julia 💋

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