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Montag, 5. Februar 2018

Drei UV-Coats im Vergleich [Review]



Hallo ihr Lieben,

in meinem vorletzten Blogeintrag habe ich euch viele allgemeine Dinge zum Thema UV-Lack erzählt und warum er mein kleiner Liebling ist, wenn es um Naturnagelverstärkung geht. Seit Mitte November 2017, haben es nunmehr drei verschiedene UV-Coats auf meine Fingernägel geschafft. Mit einer entsprechenden Tragedauer, konnte ich die Drei auf Herz und Nieren prüfen und möchte sie euch nun vorstellen und bewerten. Alles aus dem Blickwinkel der Zweckentfremdung für eine reine Naturnagelverstärkung.

In den "Ring" ziehen:

1. der "Carbon Dual-Coat" von German Dream Nails
2. der "Carbon Colors Base-Coat" von Jolifin
und
3. der "BASE COAT extra strong" von lilaque

Eine Sache vorweg: unter den 3 Produkten gibt es keinen absoluten Verlierer, da mich in ihrer Funktion alle Drei überzeugen konnten. Allerdings hat sich für mich dann doch ein klarer Favorit herauskristallisiert 😉

Meine Bewertungskriterien sind die Folgenden:

1. Konsistenz
2. Auftrag / Pinselchen / Handhabung
3. Aushärtungszeit
4. Haltbarkeit
5. Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Bewertung erfolgt im Schulnotensystem, also von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). Ein paar Vergleichsbilder findet ihr am Ende der Review.

Los geht's mit dem

Jolifin "Carbon-Colors Base Coat"

1. In puncto Konsistenz liegt der Jolifin CC Base Coat im Mittelfeld der drei Lacke. Er ist weder extrem flüssig noch mega klebrig. Er hat einen schönen Honigeffekt und zieht sich auch bei einem dickeren Auftrag vor dem Aushärten schön selbst glatt. Jedoch sollte man mit ihm zügig arbeiten, denn wenn man zu lange mit dem Aushärten wartet, marschiert der Jolifin Coat dann doch irgendwann in die Nagelfalz. Deshalb bei der Anwendung dieses UV-Lackes lieber nicht bummeln, oder 2-3 Nägel aushärten und dann mit den restlichen Nägeln fortfahren.

2. Das Pinselchen der alten Jolifin UV-Coat Generation (das sind die 14 ml Fläschchen) habe ich als wirklich gut empfunden. Es war weder zu dünn noch zu breit und ein Auftrag war ohne große Mühen möglich. ABER - irgendwie kam Jolifin dann auf die tolle Idee, die Produktverpackung zu ändern. Seit einiger Zeit gibt es den UV-Base Coat in einem 11 ml Fläschchen und der Pinsel ist nun ganz anders und irgendwie gar nicht mehr so toll. Er ist für meinen Geschmack viel zu breit und bauschig, um damit präzise arbeiten zu können. Sobald man das Pinselchen aus der Flasche holt, blobbt einem förmlich ein dicker Pfropfen entgegen. Ausserdem hat sich der Schraubverschluss geändert. Der alte Verschluss war länglich, recht schmal und lag gut in der Hand. Der neue Verschluss ist sehr kurz und breit, was ich als weniger komfortabel empfinde.

oben: neuer Pinsel - unten: alter Pinsel
3. Die Aushärtungszeit unter der LED-Lampe beträgt 60 Sekunden.

4. Was die Haltbarkeit betrifft, kann der Jolifin Coat gut mithalten. Ich habe ihn knapp zwei Wochen getragen, ohne dass es großflächige Liftings gab. Erst nach einem etwas größeren Hausputz, haben am freien Nagel hier und da ein paar Ecken gefehlt, weshalb er dann nach 14 Tagen runter durfte.

5. Eine 11 ml Flasche kostet 5,90 €, 1 ml dementsprechend rund 0,54 €. Mit seinem Preis ist er doch sehr erschwinglich und liegt nah am Carbon Dual-Coat von GDN. Der UV-Coat tut was er soll und ich empfinde die Preis-Leistung als sehr akzeptabel.

GDN - "Carbon Dual-Coat"

1. Puhhhh, in Sachen Konsistenz ist der Carbon Dual-Coat von GDN inzwischen mein Stiefkind geworden. Er ist mir einfach viel zu flüssig. Man muss ihn wirklich extrem sparsam auftragen und sehr aufpassen, dass nix in die Nagelfalz läuft. Ein dicker Auftrag ist somit nicht wirklich möglich. Das bedeutet, dass man zum Zwecke der Verstärkung mindestens 4 dünne Schichten auftragen muss. Den Daumen sollte man unbedingt einzeln aushärten, da ein schönes Ergebnis sonst nicht gewährleistet ist.

2. Die flüssige Konsistenz wirkt sich natürlich auch auf den Auftrag aus. Was man dem "kleinen Schwarzen" allerdings zu Gute halten muss, ist sein Pinselchen. Zwar ist der Verschluss etwas kurz und liegt aufgrund der eckigen Form nicht ganz so gut in der Hand, aber mit dem flachen und nicht allzu breiten Pinsel ist ein schöner präziser Auftrag möglich. 

3. Unter der LED-Lampe beträgt die Aushärtungszeit 60 Sekunden.

4. Was die Haltbarkeit betrifft, macht der GDN Dual-Coat alles wieder wett, was er in Sachen Konsistenz eingebüßt hat. Denn er hält wirklich gut! Ich habe ihn knapp 3 Wochen getragen, bevor ich ihn entfernt habe. Da es im Prinzip keine großen Schäden am Lack gab - nur ein kleiner Patzer am Daumen - hätte ich ihn nicht entfernen MÜSSEN. Ich wollte aber gern nochmal von Vorn starten, da mir der Übergang zwischen Naturnagel und UV-Lack zu sehr zu sehen war und ich diesen leider auch nicht sauber feilen/ blenden konnte. Das ging allerdings auf die Kappe meiner unausgereiften Technik und hatte mit dem Lack nichts zu tun 😉

5. Preislich steht der Dual Coat ebenfalls gut da. Eine 12 ml Flasche schlägt mit gerade mal 5,90 € zu Buche, was also rund 0,49 € für 1 ml entspricht. Er liegt somit in einem ähnlichen Preissegment wie der Jolifin Top-Coat.

lilaque - "BASE COAT extra strong"

1. Was die Konsistenz betrifft, ist der lilaque Base Coat unschlagbar! Er ist nicht zu dünn, sodass nix in die Nagelfalz läuft - auch in Schräglage beim Aushärten des Daumennagels nicht - und auch nicht zu dick. Ausserdem hat er einen tollen Honigeffekt, der die Oberfläche von alleine schön glatt zieht. 2-3 Schichten reichen bei mir aus, um meine Nägel ordentlich zu stabilisieren. Durch seine Konsistenz ist es problemlos möglich, alle Nägel zu lackieren und gemeinsam auszuhärten, da nichts unerwünscht verläuft.

2. Der Auftrag ist mit dem kleinen schwarzen Helden eine wahre Freude. Der Schraubverschluss, an welchem der Pinsel befestigt ist, ist im Gegensatz zu den anderen Verschlüssen schön lang und schmal. Der Pinsel liegt beim Auftrag also wunderbar in der Hand. Das Pinselchen selbst ist für meinen Geschmack optimal. Eine angenehme Breite, sodass der Nagel mit 3 Zügen bedeckt ist, aber auch nich zu breit, sodass ein präzises Arbeiten an Nagelhaut und Nagelfalz möglich ist. Ausserdem ist er nicht zu "buschig" und schön flach, weshalb bei der Entnahme aus der Flasche eine gute Menge UV-Lack aufgenommen wird.

3. Die Aushärtungszeit beträgt unter der UV-Lampe schlappe 20 Sekunden! Da man alle Nägel zusammen aushärten kann, ist der Base Coat von lilaque quasi der Speedy Gonzales unter den UV-Lacken, was die Bearbeitungszeit betrifft.

4. In puncto Haltbarkeit hat mich der lilque Base Coat bisher nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Ihn trage ich von allen Lacken bisher am längsten. Es sind keine Liftings entstanden und am freien Nagel ist nichts abgesplittert. Er hat diverse Hausputze und den ein oder anderen derben Stoß unbeschadet überstanden. Das alles, obwohl er doch sehr flexibel ist - oder vielleicht gerade deswegen?! Wie auch immer, er hält bei mir bombenfest!

5. Preislich gesehen ist der Base Coat extra Strong von lilaque wahrlich KEIN Schnäppchen. Eine 8,5 ml Flasche kostet stolze 14,90 €. 1 ml entspricht somit 1,75 €, also etwas mehr als das 3-fache seiner Mitbewerber.

 Fazit

Hier zunächst mein Vergleich in Schulnoten abgebildet:


Wie ich eingangs erwähnt habe, gibt es in meinem Vergleich keinen "bösen" Verlierer. Alle UV-Coats tun in meiner Zweckentfremdnung was sie sollen. Allerdings geht der lilaque BASE COAT extra strong als mein absoluter Favorit aus meinen ganzen Tests hervor.

Ja, er ist relativ teuer und nach der Frage "Ist er das Wert?" sage ich ganz klar "JA!". "Wer für Kieselsteine bezahlt, kann keine Diamanten erwarten." heißt es ja so schön und das trifft auch auf Nagelprodukte zu. In allen Bewertungskriterien ist der lilaque Base Coat für mich zum Goldstandard geworden. Da bin ich gern bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Schließlich erspart mir seine Anwendung einiges an Zeit und ich muss den Auftrag nur ganz selten erneuern. Dementsprechend weniger wird der Base Coat benutzt, sodass man vergleichsweise länger mit ihm hinkommt.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass man unter einem Farbnagellack - egal ob UV-Lack oder normaler Lack - ohnehin immer einen Base Coat auftragen sollte um den Naturnagel z. B. vor Verfärbungen zu schützen. Auch hier sind UV-Base Coats sehr empfehlenswert. Diese sind ja beim Ablackieren nicht betroffen und man bekommt somit eine permanente Base vor dem Lackieren. Wer einen UV-Lack als dünne Base vor dem Lackieren nutzen mag, also eher nur eine Schicht aufträgt, sollte dann natürlich zu acetonfreien Nagellackentferner greifen, damit der UV-Coat nicht angegriffen wird. Ich selber benutze ziemlichen "scharfen" Nagellackentferner und meinem Base Coat hat es bisher noch nicht geschadet. Bei einer lieben Freundin hingegen hat sich der komplette UV-Base Coat gelöst, nachdem sie mit acetonhaltigen Entferner ablackiert hat. Also geht lieber auf Nummer sicher und verwendet einen "milden" Nagellackentferner, dann habt ihr mit euer UV-Base sicher lange Freude.

Hier zeige ich euch nun noch ein paar Vergleichsbilder meiner UV-Coats:


Alle Drei mal "ausgepackt"

Pinselvergleich - in der Mitte noch der "gute" Pinsel der alten Jolifin Generation.
Die Länge der einzelnen Handstücke ist hier gut zu erkennen.


Ich hoffe, dass mein heutiger Beitrag für euch da draussen informativ und hilfreich war. Bei Fragen oder Anregungen nutzt einfach die Kommentarfunktion oder schreibt mir eine E-Mail. Habt eine schöne Woche 😊

Eure Julia 💋

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