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Samstag, 25. November 2017

"Neuer Name - Neuer Fokus" oder auch: "Ich verabschiede mich vom Gel."



Hallo ihr Süßen,

es ist nun über 4 Wochen her, dass ich mal was hab von mir lesen lassen.

Dies ist natürlich zum einen dem Umstand geschuldet, dass ich aufgrund meiner Arbeit, der wichtigen Zeit mit meiner lieben Familie und den alltäglichen Pflichten nicht wirklich dazu gekommen bin, tiefgreifende und ausführliche Einträge zu verfassen. Im Instagram mal eben ein aktuelles Bild zu posten und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, ist nicht soooo aufwendig. Wenn ich Einträge für mein Blog verfasse ist es mir allerdings sehr wichtig, dies ausführlich zu tun und nicht einfach halbherzig was dahinzukrakeln, nur damit "Inhalte" entstehen. Insofern spielt der Faktor Zeit natürlich eine große Rolle. Heißt für euch aber auch: wenn es hier was Neues gibt, habe ich mir Zeit genommen, um euch sinnvollen und informativen Content zu bieten 💖

Gut, soviel dazu! Nun zu der Frage, was sich in den letzten 6 Wochen in meiner "Nagelwelt" so getan hat.

Der Ein oder Andere hat es vielleicht schon via Instagram mitbekommen - ich habe einen recht flotten und schnieken Namenswechsel aufs Parkett gelegt. Vor wenigen Tagen wurde nämlich aus "Mrs. Mimikrys Nailcorner" der kurze und schmerzlose "PinselRausch". Um das "Warum, Wieso, Weshalb?" soll es in meinem heutigen Blog-Post gehen.

Wie ihr wisst, habe ich vor gut einem Jahr angefangen, mich dem Thema Fingernägel zu widmen - den ausführlichen Bericht dazu findet ihr hier (klick). Es war mir zunächst wichtig, aus diesen kleinen brüchigen und eingerissenen "Platten" auf meinen Fingern erstmal halbwegs ansehnliche Nägel zu machen. Deshalb habe ich angefangen, mich mit der Gelmodellage als Naturnagelverstärkung zu beschäftigen und das auch gut 10 Monate praktiziert. Meine Technik wurde immer besser und die Ergebnisse wirklich ansehnlich. Doch einen Nachteil konnte ich irgendwie, egal wieviel Mühe ich mir gab, nicht ausmerzen: das Absplittern des Gels - vor Allem am freien Nagel und an den Seiten.

Mein Problem mit Gelmodellagen war schon immer, dass ich dicke Modellagen nicht schön fand. Ich hatte den (leider utopischen) Gedanken, dass es auch viiiiiel dünner gehen muss und kann. Eine "richtige" und dicke Gelmodellage hat, wenn sie richtig gemacht wird, eine Haltbarkeit von 3 Wochen +. Das heißt, die Modellage wird gefertigt und wächst im Idealfall einfach raus - ohne Liftings und ohne abzusplittern. Nach ca. 4 - 6 Wochen wäre es dann Zeit für den sogenannten Refill, also das Auffüllen des nachgewachsenen Naturnagels mit Gel, um einen sauberen Übergang ohne Rille zu schaffen.

Leider bin ich nie an diesen Punkt gekommen 😕 Ich hatte zwar keine Probleme mit Liftings und auch den ein oder anderen derben Stoß hat meine dünne Modellage in den ersten Tagen ausgehalten, aber spätestens nach 5 Tagen waren ein paar kleine Ecken am freien Nagel dann doch von Jetzt auf Gleich verschwunden - und das ohne irgendwo anzuecken. Die kleinen Gel-Buffen haben einfach "Ciao!" gesagt *Schweinerei*

Klar, ich hatte alle Utensilien, die ich zum Ausbessern oder Neugestalten brauchte zu Hause, aber irgendwann war es fast schon Routine, einmal wöchentlich die sehr dünne "Alt-"Modellage anzurauhen bzw. komplett abzutragen um sie dann auszubessern bzw. auf einzelnen Nägeln zu erneuern. 

Letztlich habe ich mich mit einigen Mädels in diveresen Foren und über Insta unterhalten - egal ob self-taught oder ausgebildete Profis. Umso mehr ich mich über die Erfahrungen austauschte, umso mehr wurde mir bewusst "Es liegt nicht an der Technik, es liegt nicht an den Produkten, es liegt alleine in der Tatsache, dass du von extrem dünn aufgetragenem Gel eine normale Haltbarkeit erwartest!" Und da liegt eben der Hase im Pfeffer - es geht eben einfach nicht! Sehr dünne Gelnägel bedeuten immer, das man Kompromisse in der Haltbarkeit machen muss. Wenn ich von "sehr dünn" rede, meine ich eine Dicke, die unter Scheckkarten-Höhe liegt! Also um das mal klar zu sagen: Gel ist eine wirklich feine Sache! Man kann damit prima die Nägel verstärken, sie schützen, schöne Nailart zaubern und viele weitere tolle Sachen - aber wer wirklich haltbare Gelnägel haben möchte, muss sich im klaren darüber sein, dass dann die Grenze des "wirklich" natürlichen Aussehens überschritten werden muss. Leider ist das ein Punkt, mit dem ich mich nicht anfreunden kann und möchte.

Ich möchte einfach, dass meine Nägel natürlich aussehen und nicht - wie auf dem Bild was mir mein lieber Mann einst schickte - als ob Jemand Erdnussschalen draufgeklebt hätte 😁

Und nun?! Alles hinschmeißen, abtragen und wieder back to the brittle roots? Auf gar keinen Fall! Wenn man hobbymäßig nagelt, hat man einen großen Vorteil - man schwooft durch Online-Shops und stolpert hier und da über Produkte, von denen man zwar schon gehört, sich aber noch nicht tiefer damit beschäftigt hat. So flogen mir im Laufe der Zeit immer wieder Begriffe wie "UV-Nagellacke", "CarbonColors", "Shellac" und "Soak-Off Gel" bzw. "Soak-Off Polish" um die Ohren.

Was CarbonColors betrifft, hatte ich bereits 5 Fläschchen im Bestand. Nämlich 2 farbige CarbonColors, einen Base Coat, einen Top Coat und einen UV-Top Sealing Pro. Letzteren hatte ich mir mal im Bundle mit Unicorn-Pigment Puder zugelegt, nach der ersten Anwendung dann aber (völlig zu Unrecht) wieder eingemottet. Einen vorhandenen Carbon Dual-Coat hatte ich vor einiger einer sehr guten Freundin abgetreten, damit sie auf abgesplitterten Gel-Nägeln "Erste-Hilfe" leisten kann.

Die farbigen UV-Lacke waren eh nie meins. Ich möchte was das Thema Farbe auf meinen Nägeln betrifft flexibel sein und greife daher in letzter Instanz - also in letzter Schicht - immer zu normalen Nagellacken. Sprich: drunter eine Verstärkung der Naturnägel, on top Farblack und ein normaler Top Coat als Schutz.

Nun stand ich vor der Problematik "Wie verstärke ich meine Naturnägel in einer halbwegs natürlichen Dicke mit entsprechender Haltbarkeit?" Fündig geworden bin ich dann eben im Sektor UV-Lacke. Laut vieler Firmen soll er die Vorteile eines Nagellacks (einfacher und schneller Auftrag) mit der Haltbarkeit von Gel verbinden. Kann das gehen? Ist das die Zauberformel?

Ich kann die Frage noch nicht abschließend beantworten, aber nach den ersten Feldversuchen ist hier bereits eine klare Tendenz zum "Ja" zu erkennen 😊

So habe ich also vor knapp einer Woche die gesamten Gelreste schonungslos mit meinem Fräser abgetragen. So sahen meine Naturnägel nach dem Entfernen des Gels dann aus:


Anschließend habe ich, wie gewohnt, die Nagelhaut entfernt und Primer aufgetragen. Im nächsten Step kam dann das erste Mal als "Grundsubstanz" ein UV-Lack zum Einsatz. In meinem Fall der Carbon Dual-Coat von German Dream Nails. Praktischerweise hatte ich mir bei meiner letzten Bestellung ein neues Lichthärtungsgerät geordert - nämlich ein LED UV Dual Gerät. UV-Lacke härten unter LED Licht im Schnitt innerhalb von 60 Sekunden aus - was eine Zeitersparnis von einer Minute ausmacht, im Gegensatz zu Gel unter einem normalen UV-Lichthärtungsgerät.

Also habe ich angefangen, mit dem Carbon Dual-Coat drauf loszupinseln. Was den Auftrag betrifft, versprechen die Hersteller schonmal nicht zuviel: einfach wie bei einem Lack! Zwar musste ich mich erstmal an die extrem dünne Konsistenz gewöhnen (im Gegensatz zu Gel ist der Dual-Coat übelst flüssig), aber nach Nagel Nummer 2 hatte ich den Dreh raus. Zweiter Vorteil: man kann alle 5 Nägel gleichzeitig machen und muss den Daumen, nicht wie beim Gel, gesondert aushärten.

Für 3 Schichten Carbon Dual-Coat und beide Hände habe ich mit dem LED-Gerät gerade mal 15 Minuten gebraucht. Kein Nachfeilen, kein Ausbessern, nix! 15 Minuten! Bei 3 Schichten Gel wäre das nichtmal die Aushärtungezeit gewesen - wenn man von einem normalen UV-Gerät und den einzeln zu härtenden Daumen ausgeht (dann wären wir schon bei 18 Minuten Zeitaufwand - und da habe ich noch kein Gel aufgetragen und noch nichts in Form gefeilt). Die Schwitzschicht habe ich nach dem Aushärten der einzelnen Schichten nicht entfernt, genau wie beim Gel.

Jedenfalls war dies dann mein Ergebnis nach 15 Minuten:


Am Anfang war es doch schon etwas ungewohnt - die Nägel fühlten sich zwar gestärkt, aber nicht ganz so "hart" wie sonst an. Ich habe zunächst bewusst auf Nagellack verzichtet, da ich erstmal schauen wollte, wie sich die ersten 2 Tage mit dem nackten UV-Lack entwickeln.

Die Nägel waren definitiv flexibler als mit Gel - was ich aber in diesem Fall als sehr positiv empfinde, denn: der UV-Lack biegt sich wie eine Gummischicht mit. Er schützt den Nagel auf die von Gel bekannte Weise, ist aber nicht so stur wenn es ums Anecken geht. Der ein oder andere Rempler mit Gelnäglen tat dann doch schon sehr weh - das habe ich bisher mit dem UV-Lack nicht verspürt, da sich der Nagel eben der Belastung anpasst.

Nach 2 Tagen mit nackten Nägeln wurde es dann Zeit für Farbe 😁 Ich habe meine ersten Essie-Lacke entjungfert 😍 Was den Nagellack betrifft, gibt es zeitnah einen gesonderten Post. An dieser Stelle möchte ich jedoch schon Folgendes anbringen: Nagellacke trocknen auf Gelnägeln schneller und halten sich auch länger. Beide positiven Eigenschaften konnte ich bisher auch auf dem UV-Lack verzeichnen. Ich habe den normalen Farblack aufgetragen, meinen Lieblings-Top-Coat drüber gepinselt und seit 4 Tagen hält alles wie Bolle! Keine abgeplatzen Ecken, keine eingerissenen Seiten, keine Tip-Wear!

Essie - play date (auf Mittel- und Ringfinger) und lilacism

Mein Zwischenfazit: ich habe den UV-Lack jetzt genausolange auf meinen Nägeln wie einst das Gel. Nach 6 Tagen hat sich noch nichtmal die minimalste Stelle verabschiedet. Selbst auf die Gefahr hin, dass dies noch eintritt, hat der UV-Lack bereits jetzt den Vorzug, dass er sich viel viel schneller verarbeiten lässt. Das heißt: selbst wenn mir in den nächsten 2 Tagen irgendwo was davon fliegt, habe ich trotzdem einen Vorteil - zwar nicht in Bezug auf die Haltbarkeit, jedoch auf die Zeitersparnis beim Auftrag.

Somit wird dies wohl meinen Ausstieg von der Gelmodellage bedeuten. Es war wirklich schön, ich habe mich mit vielen Dingen rund um das Thema Produktchemie, Anatomie und Technik auseinander gesetzt. Dieses Wissen zu haben, hilft mir sicherlich auch in einer gellosen Zukunft ungemein. Aber ich möchte es gern simpel halten. Denn weniger Zeit bei der Naturnagelverstärung und Ausbesserung von Modellagen bedeutet, dass ich mehr Zeit ins Lackieren investieren kann 😋

An dieser schließt sich dann auch der Kreis rund um meine Namensänderung. 

Als ich startete, wollte ich zum Einen eine Verbindung zu dem Namen meines privaten Instagram-Profils herstellen, als auch über die Vorgänge in meiner "Nagelecke" (also Gelmodellage, Techniken usw...) berichten. Allerdings hat sich über die Zeit herauskristallisiert, dass mich weniger das Gelen reizt, als viel mehr das farbige anpinseln. Mein Mann sagte es letztens so schön "Am Ende tust du nichts anderens, als Nägel zu tunen!" Damit hat er Nagel auf den Kopf getroffen! Ich liebe meine Lacksammlung, welche aktuell 160 Flaschen und mehr zählt. Ich liebe jede einzelne Farbe, ich liebe Stamping, ich liebe Gradients und kleine Akzente. Ich möchte mich nicht mehr ewig mit dem Vorgeplänkel der Naturnagelverstärung beschäftigen müssen, sondern möchte Zeit für das "Tuning" haben. Da ich bei eben Diesem regelmäßig in einen "Rausch" verfalle, egal ob beim Lacke kaufen oder pinseln, war der Geistesblitz eben "PinselRausch". Der Name bildet ab, was ich wirklich gern tue und vor Allem mit welcher Euphorie.

In diesem Sinne heiße ich euch herzlich Willkommen in meinem PinselRausch💘

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen zukünftiger Post zum Thema Nagellacke und beim Anschauen meiner kleinen Designs. Möge euch jedes Einzelne gefallen!😊

Eure Julia 💋

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